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Sturmtief Eberhard: größere Schäden durch neue Stürme?

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Sturmtief Eberhard fegte am Sonntag über die Mitte Deutschlands hinweg und entwurzelte zahllose Bäume. Relativ glimpflich kam dabei der Gartenbau davon, der bis dato vorwiegend kleinere Schäden meldete. Entwarnung kann trotzdem noch nicht gegeben werden.

Sturmtief Eberhard sorgte am Sonntag vielerorts für umgestürzte Bäume. Symbolbild: Pixabay

Bedachung von Gewächshäusern beschädigt

Orkanartige Böen der Windstärke 10 bis 11 sorgten nach Angaben der Gartenbau-Versicherung (GV) unter anderem für beschädigtes Bedachungsmaterial an Gewächshäusern. Dieses gilt es jetzt schnellstmöglich zu versorgen und entstandene Löcher zu verschließen, so der Versicherungsträger, „denn Lücken in den Dachflächen können bei der nächsten Windböe schnell zu größeren Schäden führen.“

Rund 150 Schadensmeldungen sind bei der Gartenbau-Versicherung bislang eingegangen, verteilt über die gesamte Mitte Deutschlands, von Nordrhein-Westfalen über Hessen und Rheinland-Pfalz, bis nach Thüringen und Sachsen. Den versicherten Gesamtschaden schätzt die GV derzeit auf rund 500.000 Euro, wobei es sich mehrheitlich um Kleinschäden handele.

Stürmische Wetterlage soll weiter anhalten

Da zu dieser Jahreszeit noch mit Frost zu rechnen ist und in vielen Gärtnereien die Pflanzungen und Produktion bereits in vollem Gange sind, sei jetzt schnelle Schadenminimierung nötig. Umso mehr, als die stürmische Wetterlage laut Vorhersage in den kommenden Tagen weiter anhalten soll – durch Nordrhein-Westfalen etwa zieht aktuell das Tief Franz mit heftigen Schauern und soll besonders in der Nacht zum Mittwoch Windböen mit bis zu 60 Stundenkilometern bringen.

Neben dem Gartenbau sollten auch Besitzer von privaten, gewerblichen oder öffentlichen Grundstücken eventuelle Sturmschäden so schnell wie möglich beseitigen, um die Verkehrssicherheit wieder herzustellen. Hierbei könnten GaLaBau-Betriebe die Feuerwehren und Grünflächenämter unterstützen, erklärt der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL).

Schäden an Bäumen können zur Gefahrenquelle werden

„Gerade Bäume gilt es auf Schäden und ihre Verkehrssicherheit zu untersuchen und fachgerecht zu pflegen. Denn viele Baumschäden sind auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen und können sich beim nächsten Sturm zu einer Gefahrenquelle entwickeln. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Unwetterwarnungen ist es umso wichtiger, Kontrolluntersuchungen von Fachleuten umgehend durchführen zu lassen“, sagt BGL-Präsident Lutze von Wurmb.