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Substrate: Stender stellt Startdüngung um

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Der Substrathersteller Stender verpflichtet sich nach eigenen Angaben einem nachhaltigen Einsatz der zur Verfügung stehenden Ressourcen. Dies gelte nicht nur für den viel diskutierten Rohstoff Torf. Auch andere Rohstoffe werden auf ihre ökologisch nachhaltige Verwendung getestet, heißt es aus Schermbeck. So stünden auch Zuschlagstoffe wie der zu verwendende Dünger auf dem Prüfstand.

Mit der die Verpackung Lollipop soll die Lkw-Ausladung optimiert werden. Foto: Stender

Anders als in der stark diskutierten Erdölkrise, ist das Wissen um die Endlichkeit der Phosphormenge gesellschaftlich wenig bekannt. Weitaus populärer ist die Problematik der Gewässereutrophierung, die auch durch große Mengen Phosphor jährlich hervorgerufen wird.

Phosphorgehalt gesenkt

Stender hat daher die Startdüngung in seinen Substraten von den traditionellen Gehalten 14–16–18 auf eine phosphorgesenkte Variante 14–10–18 umgestellt. Phosphor sei ein wichtiges Nährelement, welches jedoch sehr gut dem kulturspezifischen und zeitlichen Verlauf gezielt zugegeben werden kann.

In der Praxis werden bei vielen gartenbaulichen Kulturen 0,5 bis 1,5 Kilogramm mineralischer NPK als Startdünger dem Substrat hinzugefügt. Diese Düngung ermögliche eine Versorgung – je nach klimatischen Bedingungen – von maximal drei bis vier Wochen. Die wenigsten gartenbaulichen Kulturen benötigen in dieser Zeit eine hohe Phosphorversorgung. Und wenn doch, so wird praxisnah zusätzlich mit einschlägigen Flüssigdüngern gearbeitet.

Die Phosphorreduktion auf 14–10–18 bei mineralischen Substratdüngern sei ein konsequenter Beitrag zum Umweltschutz und zur Ressourcenschonung, teilt das Unternehmen mit.

Nachhaltigkeit: Standortwahl bedeutend

Neben der Auswahl der Rohstoffe möchte der Substrathersteller Stender mit seinem Erdenwerk Papenburg ein Zeichen für den Klimaschutz setzen. Durch die direkte Hafenanbindung können Rohstoffe in großen Mengen direkt mit dem Schiff angeliefert und vor Ort verarbeitet werden. Zusätzliche aufwendige Rohstoffbewegungen mit dem Lkw werden eingespart.

Durch die Rohstoffzuführung Schiff vor Straße erzeuge das Unternehmen einen kleineren CO2-Fußabdruck, so die Angaben. Vor Ort werden die fertigen Produkte mit dem Zug oder dem Lkw weitertransportiert, wobei eine maximale Ausladung den höchsten Stellenwert einnimmt.

Optimale Lkw-Ausladung

Die konsequente Weiterentwicklung von Großgebinden steht im Vordergrund. So biete zum Beispiel die Verpackung Lollipop im JumboPack für viereinhalb Quadratmeter eine optimale Ausladung der Lkw frei Kunde, wie Stender mitteilt. Die Anlieferung erfolge – wenn möglich – ohne Entladehilfe, sodass die Ausladung maximiert wird.

Alles in allem sei es eine klimaschonende und preislich optimierte Variante für den Produktionsgartenbau.

Dieser Beitrag ist als Teil des aktuellen TASPO extra Dünger & Substrate in der TASPO 27/2018 erschienen. Neben Neuheiten auf dem Dünger- und Substratmarkt finden Sie darin unter anderem unsere Umfrage unter führenden Substratherstellern zum Thema torffreie Produkte für den Zierpflanzenbau.