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Symposium: Illegaler Handel mit Pflanzenschutzmitteln

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Wie lässt sich der illegale Handel mit Pflanzenschutzmitteln bekämpfen? Mit dieser Frage befasst sich ein zweitägiges Symposium am 6. und 7. November in Braunschweig, zu dem das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) einlädt.

Weil der illegale Handel mit Pflanzenschutzmitteln über Grenzen hinweggeht, muss auch dessen Bekämpfung international erfolgen. Foto: Pixabay

Pro Jahr über eine Milliarde Euro Umsatz

Laut einer Schätzung des EU-Amts für geistiges Eigentum werden jedes Jahr illegale – und damit für Mensch und Umwelt potenziell gefährliche – Pflanzenschutzmittel für über eine Milliarde Euro in der Europäischen Union umgesetzt.

„Da der illegale Handel über Grenzen hinweggeht, muss auch die Bekämpfung international erfolgen“, erklärt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Motivation für sein zweitägiges Symposium, das am 6. und 7. November im Thünen-Forum in Braunschweig stattfindet und sich mit den vielfältigen Fragen zur Bekämpfung des illegalen Handels mit Pflanzenschutzmitteln beschäftigen wird.

Überblick über europäische Aktivitäten

Unter dem Titel „Challenges 2019 – Detecting and combating illegal trade in plant protection products“ will das BVL-Symposium am ersten Tag zunächst einen Überblick über die europäischen Aktivitäten aus der Sicht von EU-Institutionen, EU-Mitgliedstaaten, der Bundesländer und der Industrie geben. Dabei stellen Experten auch Beispiele aus der Praxis vor.

Zudem wird das BVL über die Arbeit seiner Task Force berichten, die seit 2013 die Bundesländer im Kampf gegen den illegalen Pflanzenschutzmittelhandel unterstützt. Die Task Force fungiert als Ansprechpartner auf nationaler und internationaler Ebene, bündelt Informationen und arbeitet gemeinsam mit dem Labor für Formulierungschemie des BVL an der Weiterentwicklung von Analysemethoden.

Podiumsdiskussion zum illegalen Handel mit Pflanzenschutzmitteln

Welche Auswirkungen der illegale Handel mit Pflanzenschutzmitteln hat, welches die größten Probleme bei der Bekämpfung sind und wie sich diese überwinden lassen, diskutieren zum Abschluss des ersten Veranstaltungstags Vertreter der Europäischen Kommission, der Bundesregierung, von Europol und der Industrie.

Am zweiten Tag soll der Schwerpunkt laut BVL auf den Arbeiten, Weiterentwicklungen und Strategien europäischer Überwachungslaboratorien liegen – „denn ohne leistungsfähige Laboratorien ist eine gerichtsfeste Bekämpfung der illegalen Machenschaften im Pflanzenschutzmittelhandel nicht möglich“, wie die Veranstalter des Symposiums erklären.

Anmeldung zum Symposium

Konferenzsprache des Symposiums, das Teil einer BVL-Veranstaltungsreihe zum Expertenaustausch über aktuelle Herausforderungen des kommenden Jahrs ist, ist Englisch. Eine Simultanübersetzung ins Deutsche wird angeboten.

Weitere Infos zum Tagungsprogramm und die Anmeldung zum Symposium finden Sie HIER.