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Syngenta: Pelargonien-Häuser in Äthiopien geschlossen

Teile einer Mutterpflanzen-Farm von Syngenta Flowers in Äthiopien mussten aufgrund von nicht korrekt gereinigtem Flusswasser für diese Saison geschlossen werden. Wie Georg Kurz, zuständig für das Marketing und die Kommunikation in Zentraleuropa bei Syngenta Flowers, gegenüber der TASPO erklärte, waren die Brunnen bei der betreffenden Farm trocken, so dass Flusswasser verwendet wurde. Dieses wird durch eine Desinfektionsanlage geleitet, so Kurz weiter, die aber leider aufgrund einer technischen Störung kurzeitig nicht funktioniert hat und dadurch unbemerkt nicht desinfiziertes Wasser in die Gewächshäuser gelangte.

Obwohl keine Schäden aufgetreten sind oder ein Befund festzustellen gewesen sei, erklärte Kurz, wurden die betreffenden Pelargonienhäuser aufgrund der von Syngenta sich selbst auferlegten, hohen Zertifizierung geschlossen. Hierbei handele es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, um Schäden, die womöglich erst bei den Kunden hätten auftreten können, zu vermeiden.

Die Kunden wurden individuell über die Auswirkungen auf die bestehenden Aufträge informiert, betonte Kurz. Die durch die Schließung der Gewächshäuser aufgetretenen Kürzungen und Fehlmengen bei den Pelargonien-Lieferungen werden teilweise von anderen Standorten des weltweiten Syngenta-Netzwerkes geordert. Auch ein Wechsel auf Ersatz-Sorten sei möglich, so Kurz.

Seitens Syngenta sei man sich bewusst und bedauere, dass man dadurch leider trotzdem nicht jedes Problem lösen könne. Es werde aber alles dafür getan, dass die Gärtner ihre Ware rechtzeitig zum Verkaufszeitpunkt der Beet- und Balkonpflanzen produzieren können. Inwiefern sich Lieferzeitpunkte eventuell verschieben, hänge ab von der Order der Kunden, erklärt Kurz, betonte aber, dass in jedem Fall nach individuellen Lösungen gesucht werde.

Eine Verknappung von Pelargonien auf dem Markt und damit einhergehend eine Verteuerung sieht Kurz nicht, denn es seien auch Kunden auf das Angebot der Mitbewerber ausgewichen. Dies zeige, dass genügend Material vorhanden sei. Für das nächste Jahr werde die Mutterpflanzen-Kultur wieder wie gehabt aufgebaut und das Angebot wieder hergestellt. Syngenta Flowers werde alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, damit solche Pannen zukünftig nicht mehr vorkommen können.

Wie aus Reihen der Jungpflanzen-Anbieter zu erfahren war, habe es keine gravierenden Auswirkungen gegeben. Zu verzeichnen sei eine stärkere Nachfrage als in den Jahren zuvor, Freimengen beispielsweise waren schnell verkauft. Da es sich bei dem Ausfall um eine nicht unbedeutende Fläche handelte, hätte dieser eigentlich bemerkbar werden müssen. Da dies aber nicht der Fall war, heißt es, habe wohl eine entsprechende Überproduktion vorgelegen. Es sei erstaunlich, dass die Mengen aufgefangen werden konnten. Teuerungen seien nicht zu erwarten, da die Preise zum Zeitpunkt der Bestellung bereits festgelegt worden seien.