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Syngenta verkauft Blumensaatgut-Geschäft

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Syngenta will sein Blumensaatgut-Geschäft verkaufen. Wie der Schweizer Agrochemiekonzern bekanntgab, betrachte er diese Sparte nicht mehr als Kerngeschäft und wolle sich stattdessen künftig mehr auf Produkte für den Profibereich etwa für Golfplätze und zur Schädlingsbekämpfung konzentrieren. Mit Dümmen Orange hat sich jetzt bereits der erste Kaufinteressent gemeldet.

Syngenta will sein Geschäft mit Blumensaatgut und -setzlingen veräußern. Foto: Syngenta

Gibt Dümmen Kaufgebot für Syngenta ab?

Allerdings will das niederländische Züchtungsunternehmen zuerst die wirtschaftliche Situation von Syngentas Blumensamensparte unter die Lupe nehmen. „Wir werden auf jeden Fall das Informations-Memorandum abrufen“, äußerte Biense Visser, CEO von Dümmen Orange nach Bekanntwerden von Syngentas Verkaufsabsichten.

Erst nach Sichtung der Unterlagen will Visser Medienberichten zufolge entscheiden, ob Dümmen Orange tatsächlich ein Übernahmeangebot abgeben wird. „Wir werden die zu erwartenden positiven Synergien gegen die zu erwartenden Kosten abwägen und schauen, inwiefern sich Syngentas Aktivitäten mit unserem Portfolio ergänzen beziehungsweise überschneiden“, so Visser.

Syngentas Flowers mit 200 Millionen Euro Jahresumsatz

Dümmen Orange beschäftigt 6.000 Mitarbeiter weltweit und gilt mit 165 Millionen Euro Jahresumsatz als größter Schnittblumen- und Topfpflanzenzüchter in den Niederlanden. Syngentas Blumensparte erwirtschaftet den Angaben zufolge einen Jahresumsatz von rund 200 Millionen Euro.

Wie der Schweizer Konzern im Zusammenhang mit der Bekanntgabe seiner Verkaufsabsichten betonte, nimmt Syngenta Flowers eine führende Position in der Produktion von Blumensaatgut und -setzlingen ein. Ebenso verfüge der Geschäftsbereich über effiziente Vertriebsplattformen und sei sowohl in Industrie- wie auch Schwellenländern konkurrenzfähig.

Durch die geplante Veräußerung des Blumensaatgut-Geschäfts könne die neue Entität künftig eine führende Rolle bei der Konsolidierung des Marktes für den Hobby- und Freizeitbereich übernehmen, so der Schweizer Konzern. Weitere Details wollte Syngenta nicht nennen.