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Tag des Friedhofs 2018: „Leben-Lachen-Freude“

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„Der Friedhof: Leben-Lachen-Freude“ lautet das Motto beim Tag des Friedhofs, der an diesem Wochenende mit bundesweiten Aktionen stattfindet. Viele Projekte sind geplant, die sich mit Bestattung, Tod und Trauer befassen.

Der Tag des Friedhofs am dritten Septemberwochenende ist in Deutschland und in der Schweiz eine feste Institution geworden. Viele Menschen nutzen Angebote nicht nur auf Friedhöfen – wie hier in Mannheim – sondern auch auf Plätzen in den Städten. Foto: BdF

Am Tag des Friedhofs wird es – in diesem Jahr bereits zum achtzehnten Mal – auf vielen Friedhöfen besonders lebendig zugehen. Auf dem Veranstaltungsprogramm stehen Kinderaktionen, Konzerte und Lesungen. Ziel des diesjährigen Mottos „Der Friedhof: Leben-Lachen-Freude“ ist, dass ältere Generationen und auch deren Kinder und Enkel den Friedhof als schöne Begräbnis- und Erinnerungsstätte kennenlernen und besuchen.

Open-Air-Gottesdienst auf dem Friedhof Ratzeburg

„Wir wollen die Grabnutzer mit einbeziehen, indem wir den Tag des Friedhofs auf dem Friedhof St. Petri Ratzeburg mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel beginnen“, zeigt Pastorin Wiebke Keller von der Evangelischen Kirchengemeinde St. Petri auf. „Anschließend finden Führungen über unseren Friedhof statt. Mitarbeiter des Friedhofs informieren und beraten über verschiedene traditionelle und neugestaltete Grabformen, wie den Lebenskreis oder den Rosenhain.“

Hinweise auf neue pflegeleichte Grabformen, die dazu auch insektenfreundlich sind, stehen besonders im Fokus.

Illumination in Berlin-Brandenburg

„In Berlin wird der Tag des Friedhofs seit 2001 durchgeführt. Es gibt einen relativ großen Arbeitskreis, der sich mit der Vorbereitung befasst“, erklärt Margarete Löffler vom Gartenbauverband Berlin-Brandenburg (Teltow/Ruhlsdorf) auf Anfrage der TASPO.

„Um möglichst viele Menschen zu erreichen, werden Presseveröffentlichungen über mehrere Kanäle vorgenommen, ebenso wird ein Veranstaltungskalender veröffentlicht. Plakate werden bereits im Sommer verschickt und bei den Aktiven ausgehängt sowie bei allen Bestattern, Friedhofsgärtnern und Steinmetzen. Am Friedhof und an der Zufahrtsstraße hängen seit einigen Wochen auch Banner. Zudem gibt es eine Werbeanzeigentafel in der Nähe des Friedhofs. Erstmals führen wir unsere Aktionen am Samstag durch und planen eine Illumination bis 22 Uhr“, ergänzt Löffler.

Erster Trauer-Poetry-Slam in Frankfurt

Ganze drei Seiten umfasst das Programm, aus dem Besucher auf dem Hauptfriedhof in Frankfurt sich am Sonntag ihr Programm zusammenstellen können. Die Aktionen reichen von Friedhofsführungen zu Gräbern berühmter Persönlichkeiten über eine Blumenwerkstatt der Friedhofsgärtner bis hin zum ersten Frankfurter Trauer-Poetry Slam.

„Wir haben unser Programm auf der Homepage zum Herunterladen bereitgestellt und werben mit Plakaten und Flyern“, erklärt Harald Hildmann vom Grünflächenamt der Stadt Frankfurt am Main. „Wichtig ist uns, mit den Menschen ohne konkreten Anlass ins Gespräch zu kommen. Bei Kaffee und Kuchen können wir die Besucher über verschiedene Bestattungsformen informieren oder ihre konkreten Fragen beantworten. Vielfach merken wir, dass wir den Menschen Ängste nehmen können.“

Mehr zum diesjährigen Tag des Friedhofs und den geplanten Aktionen lesen Sie in der TASPO 37/2018, die am 14. September erscheint.