Alle News

Euro-Baumschule Schmidt vor endgültigem Aus

, erstellt von

Das endgültige Aus der insolventen Euro-Baumschule Rudolf Schmidt scheint besiegelt zu sein. Wie der Insolvenzverwalter des Traditionsbetriebs, Jan Ockelmann, gegenüber der TASPO angab, ist jetzt auch der Rettungsversuch der beiden Investoren gescheitert. Ole Kleinwort und Ingo Hamelau von der Wedeler Baumschule Kleinwort war es demnach nicht gelungen, die nötigen Umsätze zur Rettung der Euro-Baumschule zu erwirtschaften.

Der Versuch, die insolvente Euro-Baumschule Rudolf Schmidt zu retten, ist gescheitert. Foto: Euro-Baumschule Rudolf Schmidt

Durch den allgemeinen Preisverfall seien selbst Mitbewerber gezwungen gewesen, ihre Ware zwischen 30 und 40 Prozent unter den noch im März erzielten Preisen zu verkaufen, so Ockelmann. Zudem fehle es den Kommunen an Geld, um Anpflanzungen zu finanzieren, worunter nicht nur die Euro-Baumschule Rudolf Schmidt gelitten habe.

Liquiditätslage der Euro-Baumschule noch verschlechtert

Die Liquiditätslage des insolventen Unternehmens habe sich vor diesem Hintergrund in den vergangenen zwei Monaten sogar noch verschlechtert anstatt verbessert, so der Insolvenzverwalter zur TASPO. Folglich sei er gezwungen, in Kürze Masseunzulänglichkeit zu erklären, so Ockelmann.

„Fällige Löhne können derzeit nicht beglichen werden, auch die fälligen Pachten und sonstigen Ausgaben können aus den erwirtschafteten Erlösen der Schuldnerin nicht gedeckt werden“, schildert der Hamburger Rechtsanwalt die prekäre Situation der Euro-Baumschule. Aktuell verhandle er mit den beiden Investoren zwar über eine „kleine Auffanglösung“ – im Hinblick auf die schlechte Umsatzentwicklung sei es jedoch unwahrscheinlich, dass diese tatsächlich zum Tragen komme.

Mehr zur insolventen Euro-Baumschule Rudolf Schmidt lesen Sie in der TASPO 50/2015, die am 11. Dezember erscheint.