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TASPO Forum: gelungene Premiere

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Die Digitalisierung ist auf dem Vormarsch, der stationäre Handel muss sich neu erfinden. Online-Angebote erfordern neue Prozessabläufe im Betrieb. Mit einem praxisnahen Online-Seminar zum Thema „Webshops im Gartenbau“ ging Anfang Juni das TASPO Forum an den Start. 

Erstes Online-Seminar im TASPO Forum zum Aufbau eines Webshops. Foto: Green Solutions

Experten geben Tipps für Aufbau eines Webshops

Viele Gärtnereien und Gartencenter haben regional eine gute Marktposition, mit ihrem Webshop müssen sie sich aber einer globalen Konkurrenz stellen. All dies kann zu Unsicherheiten bei potenziellen Betreibern eines Webshops führen, erklärten die Referenten Alexander Kelm und Nils Neumann von Green Solutions, ­einem Anbieter von Webshop-Lösungen. Das Online-Seminar der TASPO, das von Franz Josef Isensee, Berater für den Grünen Handel, moderiert wurde, sollte diese Unsicherheiten ausräumen. Oliver Fink, GartenBaumschule Becker in Bergisch Gladbach, steuerte seine Praxiserfahrungen bei. Für Fink stehen bei seinem Webshop, der in die Webseite gartenbaumschule-becker.de eingebunden ist, die Außendarstellung und die Stärkung des Betriebes im Vordergrund. Wichtig ist ihm die Auffindbarkeit im Internet für Kunden aus seinem regionalen Einzugsgebiet. Viele informieren sich im Webshop über das Angebot und kaufen dann vor Ort gezielt ein, so die Erfahrung des Unternehmers. Er sieht sich nicht im Wettbewerb mit reinen Online-Händlern, sondern mit anderen stationären Anbietern in der Region. Überregional versendet Fink eigene Produkte, er arbeitet aber auch mit Dropshipping-Partnern zusammen, die zum Beispiel Substrate in Finks Namen direkt an den Besteller liefern. Die Preise sind online und stationär identisch.

Webshop unterliegt ständiger Veränderung

Sein Tipp: Ein Webshop ist wie ein „lebender Organismus“, der sich ständig verändert. Man sollte einfach anfangen und immer wieder etwas ausprobieren. Das Sortiment lässt sich nach und nach ausbauen. Fink hat mit Hauptartikeln aus dem Baumschulsortiment angefangen, ergänzt um weitere gut nachgefragte Artikel. Raritäten sind zwar keine großen Umsatzbringer, sie werden aber bundesweit gesucht und tragen zur Entwicklung einer neuen Kundengruppe bei, berichtete Fink. Oft seien sie im Webshop schneller verkauft als im stationären Handel. Nach seiner Erfahrung hat der Webshop dazu beigetragen, interne Abläufe zu optimieren, vor allem bei der Warenwirtschaft. Nicht zu unterschätzen sei auch der Motivationsschub für jüngere Arbeitskräfte.

Weitere Online-Seminare ab August geplant

Kelm ergänzte, dass am Anfang eines Webshop-Projektes eine interne Bestandsaufnahme stehen sollte. Es gehe nicht ohne die Bereitschaft und die Mittel zur Umsetzung. Für die Realisierung sind etwa drei bis fünf Monate einzukalkulieren. Wichtig sind rechtliche Aspekte wie AGB, Impressum und Datenschutz, für die Kelm den Einsatz fachkundiger Partner empfahl. Das Personal muss bei dem Projekt einbezogen werden, damit es sich begeistert und mitzieht. Isensee betonte, dass ein Webshop keine Lösung für ein nicht funktionierendes stationäres Geschäft ist. Ab August wird es weitere Online-­Seminare im TASPO Forum geben, die den Aufbau eines erfolgreichen Webshops im Detail behandeln. Fragen oder Anliegen zum TASPO Forum können Sie per E-Mail an taspo.forum(at)haymarket.de richten. Auch Anmeldungen zu den kostenlosen Veranstaltungen können an diese Adresse erfolgen.

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