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TASPO-Gartenmarkt: Handel und Industrie stehen vor harten Preisrunden

Wie der Industrieverband Garten anhand einer Mitgliedsumfrage im Vorfeld der Internationalen Gartenfachmesse mitteilt, stehen Handel und Industrie vor harten Preisrunden. Die Preisüberlegungen für die kommende Saison lägen je nach Teilmarkt zwischen plus zwei bis hin zu sechs Prozent, wobei es deutlich höhere Ausreißer bei Produkten mit dominanten Marktanteilen geben könne. Die Preisanpassungen seien durch die Kostenentwicklung bei Rohstoffen, Energie, Verpackung, Lohn-/Personal sowie Logistik notwendig geworden. Bei der Logistik beispielsweise seien die aktuellen Kostentreiber Maut und Fahrtzeitenregulierungen. Bei den Rohstoffen reichten die Kostensteigerungen von drei bis hin zu 40 Prozent und noch weiteren Extremausschlägen. Die Verpackungsindustrie erwarte Kostenzuwächse von zwei bis zehn Prozent und der Energiekostenanstieg bewege sich zwischen zehn und 30 Prozent. Für John W.Herbert, Geschäftsführer des Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte (Köln), kommt die Preisrunde nicht überraschend. Sie sei auch gut begründet. Der Handel sei nun in der Pflicht, die Preiserhöhung nicht einfach abzuschmettern, sondern hart, aber fair zu verhandeln und sich partnerschaftlich auf einen Kompromiss zu einigen. Marketingberater Norbert Elgner sieht eine Stärkung der Verhandlungsposition des Handels durch: Einerseits Kooperationen suchen und Preisvergleiche anstellen, andererseits aber auch Gegenleistungen fordern: Zahlungsziele oder Sonderkonditionen bei Sofortbezahlung, Frei-Haus-Lieferung, Vorbestellrabatt, differenziertere Mengenpreisstaffeln. Die Zielrichtung des Handels nach Preiserhöhungen müsse sein, Mehrwert zu bieten, beispielsweise durch Produktveredlungen.