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TASPO-Test: ein Lasten-Opel mit Pkw-Genen

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Der neue Opel Combo Cargo verbindet den Komfort und die Ausstattung eines Pkws mit der Geräumigkeit und Robustheit eines Transporters. Wir haben ihn uns, noch vor seiner Weltpremiere, angeschaut.

Opel Combo Cargo: Premiere im VAN-B-Segment

Mit dem Combo Cargo feiert Opel 2018 eine Premiere im VAN-B-Segment, bei welcher der Combo erstmals auf einer Pkw-Plattform neu aufgesetzt wurde und somit nicht einer Nutzfahrzeugvariante zugrunde liegt. Durch die Übernahme von Opel durch die PSA-Gruppe (Peugeot Société Anonyme) im vergangenen Jahr konnte Opel auf Vorlagen, bestehende Konzepte und Komponenten der Franzosen zurückgreifen.

Der erste deutsch-französische Opel Combo setzt nicht nur auf den reinen Nutzfahrzeugaspekt, sondern auch auf die optischen und praktischen Annehmlichkeiten eines Pkw. Komfort, Sicherheit und technische Assistenzsysteme stehen im Mittelpunkt.

Pkw-Optik von vorne

Durch den neuen Firmenzusammenschluss mit PSA verwundert die Ähnlichkeit zu den Modellen Citroën Berlingo und Peugeot Rifter (dem Nachfolger des Peugeot Partner) kaum, fußen doch alle drei auf der EMP2-Plattform von PSA.

Jedoch hebt sich der Combo Cargo durch Details ab, wie dem klassischen Opel-Kühlergrill und dem flügelförmigen Design des LED-Tagfahrlichts, das auch schon bei anderen Modellen aus dem Hause Opel zu finden war, etwa dem Opel Corsa. Hier bleiben die Ingenieure der Rüsselsheimer-Optik treu.

Überwältigt waren wir von den insgesamt 21 Assistenzsystemen an Bord des Combo Cargo. Darunter:

  • ein sensorbasierter akustischer und optischer Flankenschutz, der sich unter zehn Stundenkilometern aktiviert und Schrammen und Rempler verhindern soll;
  • ein adaptives Traktionssystem namens „IntelliGrip“ für Nutzer, die auf beste Traktionseigenschaften im unebenen Gelände sowie Matsch, Sand oder Schnee angewiesen sind. Über einen Drehregler in der Mittelkonsole wählt der Fahrer einfach eine von fünf Einstellungen aus.
  • ein intelligenter Geschwindigkeitsregler, der via Radar und Kamera kontinuierlich den vorausfahrenden Verkehr beobachtet und für eine automatische Anpassung des eigenen Tempos und Abstands zum Vordermann sorgt;
  • Verkehrsschilder- und Müdigkeitserkennung sowie – bestellbar ab 2019 – eine permanente Rückfahrkamera, die eine bessere Sicht aus dem vollbeladenen Fahrzeug ermöglicht. Eine zweite Kamera im Beifahrer-Rückspiegel dient zur Überbrückung des toten Winkels. Sie ist ebenfalls ab kommendem Jahr verfügbar.

Auch erst 2019 erhältlich, ist die sensorgesteuerte Überladungsanzeige – den Angaben zufolge ein einzigartiges Feature im VAN-B-Segment. Die Sensoren ermitteln automatisch beim Start des Fahrzeugs oder per Knopfdruck hinten im Laderaum die Belastung der Achsen. Werden 80 Prozent der erlaubten Nutzlast überschritten, leuchtet ein LED-Signal. So wird eine Überladung verhindert.

Lastenfahrzeug hinten

Hinten am Combo wird es dann deutlich „gewerblicher“. So zeigt ein Blick auf die Ladefläche der rund 4,40 Meter langen Kurzversion des Fahrzeugs, dass hier auch Platz für zwei Europaletten zwischen den Radkästen ist sowie für Gegenstände und Arbeitsmaterial auf einer maximalen Ladelänge bis zu 3.090 Millimetern.

Die tatsächliche Ladefläche abzüglich der Radkästen oder abgeschrägten Decken oder Seitenwände beträgt 1.527 mal 1.229 Millimeter und lässt sich problemlos bei längerem Transportgut über eine optionale Dachklappe und zwei Hecktüren erweitern. Für größere Einsätze ist der Combo Cargo in einer Langversion mit 4,75 Meter (XL) und als Doppelkabine mit Platz für bis zu fünf Personen verfügbar, damit das gesamte Team schnell an Ort und Stelle ist.

Mehr zum Opel Combo Cargo lesen Sie auf unseren Nutzfahrzeuge-Seiten in der TASPO 42/2018, die am 19. Oktober erscheint. Dort finden Sie außerdem viele weitere Fahrzeug- und Konzeptneuheiten.