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TASPO Umfrage: So lief der Baumschul-Herbst 2018

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Aufgrund der Trockenheit starteten die Baumschulen spät in die vergangene Herbstsaison. Wie es den Betrieben der BdB-Landesverbände Hamburg, Sachsen, Bayern, Weser-Ems und  Schleswig-Holstein dabei erging, zeigt unsere TASPO Umfrage zum Groß- und Einzelhandelsabsatz.

Das Herbstgeschäft ließ lange auf sich warten. Erst ab Mitte Oktober lief es in den Baumschulen des Landes richtig an. Foto: Fotokreis Pinneberg für den BdB-Landesverband Schleswig-Holstein

Überwiegend schwieriger Start ins Großhandelsgeschäft

Überwiegend schwierig gestaltete sich der Start der deutschen Baumschulen in das diesjährige Großhandels-Herbstgeschäft. Die anhaltende Trockenheit setzte ihnen zu: Es war weniger Ware am Markt und die Rodung der Gehölze sehr aufwendig gewesen. Bis Mitte Oktober lief der Absatz schleppend. Dann platzte der Knoten und das Geschäft brummte.

Besonders in Hamburg, wie wir in unserer TASPO Umfrage unter einigen Landesverbänden vom Bund deutscher Baumschulen (BdB) erfuhren. Hinsichtlich der Menge vergaben sie die Schulnoten „sehr gut“ bis „gut“. Bayern vergab ebenfalls eine Zwei, Weser-Ems eine Zwei minus und Sachsen eine Drei.

Preise erhalten von Baumschulen die Note „befriedigend“

Beim Preis teilen alle vier Befragten eine Meinung: Es lief mittelmäßig („befriedigend“). Aber: „Die Preise ziehen an“, heißt es in der Hamburger Antwort. Und: „Die Saison ging deutlich länger als die Jahre zuvor“, meldete Bayern.

Das Geschäft mit Gartencentern, Pflanzenmärkten und Einzelhandelsbetrieben bewerteten die Baumschulen in Weser-Ems und Sachsen mit einer Zwei. Bayern vergab sogar eine Eins (Absatz an Einzelhandelsbetriebe und Gartenbaumschulen).

Im Bereich Garten- und Landschaftsbau lief es den Angaben zufolge etwas weniger gut. Mehrheitlich wurde eine Zwei bis Drei vergeben. Ein Grund dafür sei laut BdB-Landesverband Weser-Ems die Trockenheit. Aus dem Süden heißt es: „Der GaLaBau wendet sich nur noch außerhalb der Stoßzeiten an Großhandelsbetriebe aus Bayern.“

Absatz an Kommunen „nach wie vor zäh“

Den Absatz an Kommunen/via Ausschreibungen beurteilten die Baumschulen so: „nach wie vor zäh“ (Hamburg), „leider immer noch zu schwach“ (Weser-Ems), „befriedigend bis ausreichend“ (Sachsen), „sehr hoher Preiskampf, den man nicht immer mitmachen sollte“ (Bayern).

In Sachsen und in Weser-Ems lief das Geschäft mit anderen Baumschulen gut. An der Börse sogar „sehr gut“ (Sachsen, Bayern). Hamburg hingegen gab mittelmäßig an. Sehr zufrieden waren Betriebe in der Hansestadt hingegen mit dem Export (Eins bis Zwei). „Durchwachsen“ (Zwei bis Drei) meldete Weser-Ems.

Weser-Ems: leichte Preissteigerungen durchsetzbar

Der BdB-Landesverband aus Westerstede gab weiterhin an: „Leichte Preissteigerungen waren durchsetzbar, im Vergleich zu den steigenden Kosten, waren diese aber noch nicht ausreichend.“ Im Vergleich zum Vorjahr legten die Preise um fünf Prozent zu, hieß es aus Sachsen.

Auf das Großhandelsgeschäft 2019 blicken die Betriebe sehr optimistisch. In Weser-Ems gäbe es bereits jetzt viele Vorbestellungen und Reservierungen.

Zur TASPO Umfrage

Die TASPO befragt jedes Jahr verschiedene Landesverbände vom Bund deutscher Baumschulen (BdB) nach den Ergebnissen ihres Herbstgeschäfts im direkten und indirekten Absatz. Dieses Mal führten wir die Umfrage vor Weihnachten durch. Sie liefert so eine Diskussionsbasis für die BdB-Wintertagung in Goslar Anfang Januar.

Wie die BdB-Landesverbände in unserer Umfrage die einzelnen Produktbereiche, die Umsatzanteile im Großhandel sowie den Direktabsatz und das Geschäft mit zusätzlichen Dienstleistungen bewertet haben, lesen Sie in der TASPO 51/2018.

Die Ergebnisse aus Schleswig-Holstein lesen Sie in der TASPO Ausgabe 1/2019.