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TASPO Umfrage zum Frühjahrsgeschäft der Baumschulen

TASPO-Umfrage zum Frühjahrsgeschäft der Baumschulen: Obstgehölze standen hoch im Kurs. In der aktuellen TASPO-Umfrage zum Frühjahrsgeschäft unter den Landesverbänden im Bund deutscher Baumschulen (siehe Titelseite) wurde auch nach den einzelnen Produktgruppen gefragt.

Beet- und Edelrosenproduktion in Schleswig-Holstein.Foto LV SH

Rosen

Rosen stehen in der Beliebtheitsskala der Verbraucher weiter an erster Stelle. Ihren Abverkauf bis Ende Mai bewerteten die meisten Landesverbände mit „gut“ (Sachsen; Hannover, Weser-Ems, Hessen jeweils zwei bis drei) bis „befriedigend“ (Schleswig-Holstein). Dabei zeigte sich sowohl in Hessen als auch in Sachsen ein rückläufiges Verbraucher-Interesse an Bodendecker-Rosen, zugenommen haben hingegen die Verkaufszahlen bei den Edel- (Sachsen, Schleswig-Holstein) und Kletterrosen (Hessen).

 

Obstgehölze

Obstgehölze haben für die Gartenbesitzer ebenfalls nichts von ihrem Reiz eingebüßt, bedienen sie doch den aktuellen Trend des Naschgartens. Diese Tendenz lässt sich bundesweit ausmachen, wobei die Bewertung zum Abverkauf im Frühjahrsgeschäft zwischen „gut“ (Hamburg, Weser-Ems, Sachsen; Hessen zwei bis drei, Hannover zwei bis vier) und „befriedigend“ (Baden, Westfalen-Lippe und Schleswig-Holstein mit Drei minus) schwankt.

Nachgefragt waren vor allem Hochstämme und 3xv Hochstämme, Kirschen und Aprikosen (Westfalen-Lippe), Apfel in Sorten (Hamburg), Pfirsich (Hessen) sowie Säulen- und Zwergobst (Baden). Busch- und Beerenobst, hier vor allem die Stachelbeere, ist nach den Angaben aus Westfalen-Lippe im Umsatz-Ranking derzeit weit nach hinten gefallen. Sehr differenzierte Beurteilungen kamen aus Württemberg zur Preisgestaltung beim Obst, das in Bezug auf die Nachfrage durchschnittlich mit der Note 2,5 bewertet wird und beim Preis etwa gleich aufliegt. Allerdings zeigt die Einzelbetrachtung der befragten Unternehmen im Bereich der erzielten Preise ein Spektrum von „sehr gut“ bis „sehr schlecht“ bei gleicher Nachfrage.


Laubgehölze

Bei den Laubgehölzen standen Heckenpflanzen und Bodendecker im Fokus des Frühjahrsgeschäftes. Die Betriebe bewerten den Laubgehölz-Absatz insgesamt mit „gut“ (Hessen, Baden, Weser-Ems, Hannover zwei bis drei) bis „befriedigend“ (Hamburg, Sachsen, Westfalen-Lippe, Schleswig-Holstein). Während sich bei den Bäumen Eichen-Hochstämme (Hamburg, Westfalen-Lippe) einer guten Nachfrage erfreuten, gehörten Eschen (Hamburg), Wildsträucher (Hessen) und wurzelnackte Blütensträucher (Baden) zu den Verlierern im Sortiment.

 


Immergrüne und Koniferen

Etwa gleich bewertet die Umfrage den Absatz von Immergrünen und Koniferen, 50 Prozent der Befragten bezeichnet den Umsatz hier als „gut“ (Hamburg, Baden, Weser-Ems mit zwei minus, Westfalen-Lippe mit zwei bis drei). Die andere Hälfte der an der Umfrage beteiligten Baumschulunternehmen vergibt für das Frühjahrsgeschäft in der Produktgruppe das Prädikat „befriedigend“ (Hessen, Sachsen; Schleswig-Holstein drei minus, Hannover drei bis vier). Gewinner im Sortiment ist eindeutig Taxus (Schleswig-Holstein, Westfalen-Lippe, Baden, Hamburg), während Scheinzypresse und Kirschlorbeer in der Gunst gesunken sind (Westfalen-Lippe, Hamburg).

 


Jungpflanzen

Diese Tendenz setzt sich im Jungpflanzengeschäft fort, wo Chamaecyparis ebenfalls rückläufig ist (Hamburg). Stärker angeboten werden hier Liguster (Hamburg) und ganz allgemein Hecken- sowie Weihnachtsbaumjungware (Westfalen-Lippe). Das Jungpflanzengeschäft insgesamt wird von den Unternehmen ebenfalls zufriedenstellend (Hamburg, Sachsen, Schleswig-Holstein) beurteilt. Vom Mittel weichen Westfalen-Lippe mit einer unbefriedigenden Wertung und Weser-Ems mit guter Beurteilung des Jungpflanzengeschäftes ab.

 


Landschafts- und Wildgehölze

Im Bereich der Landschafts- und Wildgehölze wurden in Baden, Schleswig-Holstein, Hamburg, Hannover und Westfalen-Lippe zufriedenstellende Geschäfte getätigt. Besser lief es im Bereich Weser-Ems, die Wertung liegt hier bei einem „Gut“, wohingegen Sachsen unbefriedigende und Hessen mangelhafte Verläufe verzeichneten. Der Landesverband Hannover merkt an, dass der Absatz speziell im Bereich Einzelhandel zu wünschen übrig lässt (Wertung fünf), während die Geschäftsverläufe im Großhandel mit „drei“ bewertet werden können. In Baden gehören die standortheimischen Gehölzarten zu den Gewinnern, während sich der Absatz nicht standortheimischer Arten verringert. Darüber hinaus verzeichnen Weißdorn und Hainbuche eine steigende Nachfrage (Hamburg, Westfalen-Lippe), ebenso die Rotbuche Fagus sylvatica als Heister.

Weitere Ergebnisse dazu wie der Absatz je nach Absatzschiene (Einzelhandel, GaLaBau, Kommunen) bewertet wurde, finden Sie in der Ausgabe 26 der TASPO (im Druck).