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TASPO-Umfrage zur Herbstsaison in den Baumschulen - Herbstgeschäft schwächelte

Der Herbstabsatz blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück. Dies ergab die TASPO-Umfrage zum abgelaufenen Herbstgeschäft in verschiedenen Landesverbänden des Bundes deutscher Baumschulen (BdB). An der Umfrage haben folgende sieben Landesverbände des BdB teilgenommen: Schleswig-Holstein, Weser-Ems, Bayern, Rheinland, Hessen, Hannover und Hamburg.

Bei der Gesamtnote für die abgesetzten Mengen im Herbst reichten die vergebenen Schulnoten diesmal von 2 bis 5. Eine 2 bis 3 vergab Bayern, mit einer 2- bewertete Hamburg, eine 3+ kam aus dem Rheinland, Weser-Ems benotete mit 3, Schleswig-Holstein und Hannover vergaben eine 4 und Hessen eine 4 bis 5. Bei den Preisen wurde im Schnitt eine 3 vergeben. Schleswig-Holstein und Hannover vergaben eine 3, Rheinland und Weser-Ems eine 3+, Hamburg bewertete mit 3-, aus Hessen und Bayern kam eine 3 bis 4.

Die von der TASPO ebenfalls angefragte "Gesamtbewertung in einem Satz" zum vergangenen Herbstgeschäft gibt mehr Einblick in den Geschäftsverlauf als die blanken Noten. Der Landesverband Schleswig-Holstein teilte mit, dass "der Versand deutlich hinter den Erwartungen zurück blieb". Hannover bezeichnete das vergangene Herbstgeschäft als ein "schwaches Geschäft auf ganzer Linie". "Kontinuierlich rückläufige Herbstabsätze" verzeichnete Hessen, Weser-Ems meldete "einen guten Start, dann einen starken Abfall, insgesamt zu ruhig". Im Landesverband Rheinland hat es "gut begonnen, viele Aufträge waren unterwegs, die Stimmung war gut. Leider fehlten Anschlussaufträge". In Hamburg verzeichnete man einen "guten Absatz, jedoch zum Dezember 2008 mit abschwächender Tendenz aufgrund der Wirtschaftskrise". Einzig in Bayern "konnte das sehr gute Herbstgeschäft von 2007 wieder erreicht werden".

Interessantes lieferte auch die Frage nach den Besonderheiten beim diesjährigen Herbstabsatz. Nach den Angaben aus dem Rheinland gab es einen früheren Start und anfangs eine sehr gute Stimmung. Erwähnt wird auch, dass Forstgehölze sehr gut gingen. Einen relativ späten Beginn verzeichnete hingegen Hannover. Weniger Pflanzen mit besserer Qualität und teurerem Preis vermeldete Bayern. Als Besonderheit in der vergangenen Herbstsaison bemerkte der Landesverband Weser-Ems, dass Bestellungen und Abrufe noch kurzfristiger als bisher, auch bei großen Mengen, aufgegeben wurden.

In der vergangenen Herbstsaison konnten die Baumschulen keine großen Veränderungen des Preisniveaus ausmachen. Dies lässt sich aus der TASPO-Umfrage zum Saisonverlauf in der Branche, an der sieben Landesverbände teilgenommen haben, schließen.

Die Landesverbände Hannover und Hessen nannten "keine Änderungen" und "in der Regel ein gleiches Niveau wie im Vorjahr". Der Landesverband Weser-Ems berichtete von einer stabilen Preislage, sogar dass leichte Preissteigerungen durchsetzbar waren, Artikel in Mengen aber unter Druck geraten sind. Im Hamburger Raum wurde das Preisniveau relativ gleich bewertet, bei Laubbäumen ging es etwas runter, bei Koniferen dagegen stieg es etwas. Schleswig-Holstein beurteilte das Preisniveau unterschiedlich: Je nach Sortimentsbereich und Absatzweg lagen die Preise höher oder niedriger. Bayern vermeldete sogar "extreme Preiskämpfe".

Die Aussichten auf das Frühjahr und den Sommer im neuen Jahr werden von den sieben BdB-Landesverbänden, die an der Umfrage teilgenommen haben, als zuversichtlich bis optimistisch bewertet. Allerdings äußerten einige hinsichtlich der Konjunkturkrise Bedenken.