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Tendence fällt in diesem Jahr „Coronavirus zum Opfer“

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Nachdem bereits viele Großveranstaltungen aufgrund des Coronavirus abgesagt wurden, hat sich nun auch die Messe Frankfurt entschlossen, die für Ende Juni geplante Ordermesse Tendence in diesem Jahr nicht auszurichten. Stattdessen sollen Teile der Tendence in die Ende Juli stattfindende Nordstil integriert werden.

Die Tendence gilt als Stimmungsbarometer für die Konsumgüterbranche und zeigt neue Produkte und Sortimente für die kommende Saison. Foto: Jean-Luc Valentin/Messe Frankfurt

„Alle Hebel in Bewegung gesetzt“, um Tendence 2020 stattfinden zu lassen

Leicht gemacht haben sich die Verantwortlichen diese Entscheidung nicht, wie Stephan Kurzawski, Geschäftsleitung Messe Frankfurt Exhibition, erklärt. „Wir haben gekämpft und alle Hebel in Bewegung gesetzt, um trotz der aktuell sehr angespannten Situation Ende Juni die Tendence hier in Frankfurt durchführen zu können. Die nun nochmals verschärfte Lage in Bezug auf das Coronavirus lässt uns jedoch leider keine andere Wahl als die Absage der Veranstaltung“, so Kurzawski.

Der Handel sehe sich derzeit national wie international sehr kurzfristigen Entwicklungen ausgesetzt, die zeitnahe und mittelfristige Planungen schnell über den Haufen werfen. Deshalb habe sich die Messe Frankfurt in Anbetracht der sich weiter verschärfenden Situation rund um die Coronavirus-Pandemie in Abstimmung mit Ausstellervertretern und Verbänden dazu entschlossen, die Tendence 2020 vom 27. bis 30. Juni abzusagen.

„Die Corona-Krise zwingt uns alle zu schwerwiegenden Entscheidungen, die vor zwei Monaten noch undenkbar gewesen wären. Leider fällt nun auch die für unsere Branche essenzielle Ordermesse Tendence dem Coronavirus zum Opfer“, führt Thomas Grothkopp, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Wohnen und Büro (HWB), dazu aus.

Nordstil als Plattform zur Pre-Order für Frühjahr/Sommer 2021

Um den Einkäufern, die auf der diesjährigen Tendence ihre Pre-Order für die Frühjahrs- und Sommer-Saison 2021 tätigen wollten, dennoch eine Plattform zu bieten, wollen die Verantwortlichen nun Teile der Tendence in die vom 25. bis 27. Juli in Hamburg stattfindende Ordermesse Nordstil integrieren. So soll es dort zum Beispiel ein eigenes Areal für das Tendence-Produktsegment „Sunshine State“ – Großvolumenanbieter mit neuen Sortimenten für Frühjahr/Sommer 2021 – geben.

„Die Integration von Teilen der Tendence in die Nordstil ist eine hervorragende Idee. Die Frühjahrssaison fällt für den Handel weitgehend aus. Für Herbst und Winter können unsere Händler – hoffentlich – auf der Nordstil ordern“, so Grothkopp.

Digitales Order- und Marketing-Instrument Nextrade als weitere Option

Als weitere Möglichkeit für Aussteller und Fachbesucher der Tendence, ihre Geschäftsbeziehungen aufrecht zu erhalten, verweist die Messe Frankfurt auf das digitale Order- und Marketing-Instrument Nextrade. Hier können Händler rund um die Uhr und unabhängig von aktuellen behördlichen Maßnahmen ihre Order bei den angebundenen Lieferanten platzieren. Somit biete Nextrade gerade auch vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise neue Chancen und werde den Angaben zufolge entsprechend stark nachgefragt. Ausstellern der Tendence soll für 2020 zudem die jährliche Grundgebühr erlassen werden, teilen die Verantwortlichen mit.

Weitere Informationen zur Corona-Krise finden Sie unter dem Newstag „Coronavirus“.

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