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Time to say good bye für Heinz Herker

Eine Rekordbeteiligung von rund 300 Gästen verzeichnete der Parlamentarische Gärtnerabend des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), der am Donnerstag, 27. September, im Rahmen des Deutschen Gartenbautages über die Berliner Bühne ging. Ins Haus der Land- und Ernährungswirtschaft hatte der Dachverband der Gartenbau-Branche eingeladen, um an zwei Tagen in Mitgliederversammlungen den Großteil der Führungsspitze neu zu wählen sowie sich unter dem Motto „Der deutsche Gartenbau – aktiv, kreativ und innovativ“ mit der Weichenstellung für die Zukunft zu befassen. (ZVG) Eine Rekordbeteiligung von rund 300 Gästen verzeichnete der Parlamentarische 

 

 

Der Parlamentarische Gärtnerabend war Heinz Herker gewidmet, der sich wenige Stunden  zuvor aus dem ZVG-Ehrenamt verabschiedet und Platz Jüngere gemacht hatte. Wie er selbst sagte. „Time to say good bye“.

Stehende Ovationen erhielt Heinz Herker von Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen, Vertretern der Wirtschaft, der Agrarverbändelandschaft, der Grünpolitik, von Wegbegleitern und Freunden. 

Staatssekretär Peter Bleser war beispielsweise ebenso unter den Gästen wie der Amtskollege aus dem Bundessozialministerium, Dr. Ralf Brauksiepe, Norbert Schindler, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes, Repräsentanten der Wissenschaft und Lehre sowie Vertreter zahlreicher dem ZVG nahe stehenden - nationalen sowie internationalen - Verbände und Organisationen der grünen Branche wie auch Repräsentanten der Sozialpartner.  

 Heinz Herker erhielt im Rahmen einer Feierstunde als Würdigung seiner Lebensleistung und Dank für das Erreichte aus den Händen seines Nachfolgers, Jürgen Mertz, die höchste Auszeichnung, die der Zentralverband Gartenbau zu vergeben hat: die Große Ehrenmedaille in Gold mit Brillanten.

Eine besondere Würdigung sprach Jochen Borchert, Bundesminister a.D. und jahrzehntelanger Wegbegleiter Herkers. Er blickte zurück auf die vielen Jahre gemeinsamen Ringens und Diskutierens um die unterschiedlichsten Themen, charakterisierte Herker als umgänglichen Verhandlungspartner der Politik und „kantige Persönlichkeit“, was als Kompliment zu verstehen sei.

Intensive Gespräche habe es seinerzeit etwa über europäische Fragen gegeben, wie etwa die Süderweiterung der europäischen Gemeinschaft mit einer Verschärfung der Überschussproblematik und steigenden Marktkosten, WTO-Verhandlungen sowie die Neuorientierung der gemeinsamen Agrarpolitik, bei der die Marktorganisation für Obst und Gemüse reformiert wurde.

Seine provokanten Thesen und kontroversen Diskussionen habe er seit Junggärtnerzeiten bis in seine Tätigkeiten auf Bundesebene in die Branche eingebracht und hartnäckig verfolgt. „Jede Generation hält den Schlüssel zum Besseren in Händen. Hiernach hast Du stets gearbeitet. Du hast die Chancen, die Dir geboten wurden, konsequent genutzt“, resümierte Borchert weiter und wünschte dem scheidenden ZVG-Präsidenten für die weitere Zukunft alles Gute.