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Topfchrysanthemen: Welche Aufwandmenge bei Depotdüngern?

Einen Düngeversuch mit Freiland-Topfchrysanthemen führte die Lehr- und Versuchsanstalt Gartenbau (LVG) Erfurt im Jahr 2004 durch, wie die Gärtnerbörse in ihrer Ausgabe 7/2005 berichtet. In den Versuch einbezogen waren drei Depotdünger und als Vergleichsvariante Universol Blau als Flüssigdünger. Die Depotdünger wurden in das Substrat eingemischt. Als Richtwerte für die Düngermindestmengen pro Liter Substrat im 19er-Topf gibt die LVG nach Vorlage der Versuchsergebnisse folgende Werte an: Depotdünger wie Basacote, die frühzeitig relativ viele Nährstoffe freisetzen, haben in wärmeren Jahren wie im Versuchsjahr 2004 bei hohen Stufen zu Wurzelschäden geführt und waren bei Kulturende frühzeitig verbraucht. Es sollte mindestens ein 6-M-Dünger verwendet werden, besser sind 9 M. Die optimale Aufwandmenge liegt bei zwölf Gramm je Liter Substrat. Die Eigenschaft von Plantacote, die Nährstoffe wesentlich langsamer abzugeben, kann bei extrem kühler Witterung und langer Wirkungsdauer auch leicht zur Unterversorgung führen, besonders zu Kulturbeginn. Vermutlich ist ein 6-M-Dünger von Plantacote bei einer Aufwandmenge von zehn Gramm je Liter Substrat ausreichend. Osmocote liegt im Freisetzungsverhalten zwischen den beiden oben genannten Düngern. Die Erfahrung des Sommers 2003 (lange Hitzeperiode im Juli und August) zeigt, dass dieses Produkt auch unter extremen Bedingungen eine Versorgung bis zum Verkaufstermin gewährleistet, wenn die langsam fließende Form 9 M verwendet wird. Die Aufwandmenge sollte mindestens zehn Gramm je Liter Substrat betragen. Die Erkenntnisse des Vorjahres, dass durch die Verwendung von Flüssigdünger der größte Zuwachs zu erzielen ist, konnten auch 2004 bestätigt werden. Bei Flüssigdüngung ist die mittlere Aufwandmenge an Stickstoff pro Liter Substrat ausreichend.