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Torsten Wolf, Landwirtschaftskammer NRW, Straelen zu gestiegenen Kosten für Substrate:

Torsten Wolf, Landwirtschaftskammer NRW, Straelen zu gestiegenen Kosten für Substrate:

"In den Kennzahlen des Zentrums für Betriebswirtschaft e.V., Hannover sind in der Ausgabe 2007 für durchschnittliche Topfpflanzenbetriebe Aufwendungen für Töpfe, Substrate und Verpackung in Höhe von 9,3 Prozent des Betriebsertrages (Umsatzes) ausgewiesen. Nach meiner Erfahrung entfällt davon der wesentliche Teil auf die Kosten für Töpfe und Substrate. Aktuell gehe ich davon aus, dass der durchschnittliche Topfpflanzenbetrieb etwa vier Prozent seines Umsatzes allein für Substrate ausgibt. Eine Verteuerung dieser Position wird sich unmittelbar in entsprechend geringerem Gewinn (die genannte Betriebsgruppe hat eine Gewinnquote von 11,4 Prozent ausgewiesen) niederschlagen, weil nach meiner Einschätzung keine Chance besteht, die höheren Produktionskosten auf die Verkaufspreise umzulegen. Dies hat sich bereits bei der drastischen Steigerung der Energiepreise in den letzten Monaten gezeigt. Allein die Verteuerung der Substratkosten stellt für die Gartenbaubetriebe sicherlich keine bedrohliche Situation dar. Da diese Kostensteigerung jedoch mit höheren Energie- und Düngemittelpreisen - bei gleichzeitig stagnierenden Verkaufspreisen - einhergeht, resultieren für die Betriebe in der Summe doch ganz erhebliche Einkommenseinbußen, die in einigen Fällen sogar existenzbedrohend sind."