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Kunst und Entwässerung: drainiertes Mandala

Kunst ist nicht nur für Museen da: Auf einem Verkehrskreisel vor dem Novartis-Werk Sankt Johann in Basel gestaltete der Schweizer Künstler Peter Regli als Nummer 287 seiner „Reality Hacking“-Projekte im öffentlichen Raum ein beeindruckendes Mandala aus 885 Keramikfliesen in drei verschiedenen Formaten in elf eigens dafür entwickelten Farben. 

Technisch aufwendig, optisch ansprechend: das Mandala in Basel. Werkfoto

Die besondere Herausforderung dabei: Ein nur geringes Gefälle von 1,2 Prozent, ein hoher Fugenanteil von 732 Metern (und damit erhöhtes Sickerwasseraufkommen) und der Wunsch nach einer unsichtbaren Entwässerung.

Unter dem Mandala: kapillarpassive Hochleistungs-Flächendrainage

Technisch wurde dies so gelöst: Auf einer Schottertragschicht als Unterbau wurde Ortbeton im Gefälle eingebaut, ein Betonring aus vorgefertigten Elementen fasst alles ein. Unter dem Mandala wurde die kapillarpassive Hochleistungs-Flächendrainage AquDrain EK von Gutjahr verlegt (16 Millimetern hoch, ein Prozent Gefälle). Wichtig sei nur, dass sich keine Pfützen mit mehr als zwölf Millimeter stehendem Wasser bilden, hieß es von Gutjahr.

Eine weitere Besonderheit: das eingebaute Gittergewebe setzt sich nachweislich nicht durch die löslichen Kalke im Drainmörtel zu. Um die verdeckte Entwässerung zu gewährleisten, wurde zunächst die Betonplatte mit etwa 16 Millimeter Abstand zum Betonring eingebaut. Darüber verlegte der Verarbeitungsbetrieb Hess AG Liestal die AquaDrain EK Matte vollflächig.

Systemgarantie für das Mandala

Zusätzlich wurde die Drainagematte vertikal zwischen Drainmörtel und Betonring eingesetzt, um eine schnelle senkrechte Entwässerung in die Schottertragschicht zu ermöglichen.

Gutjahr und der Bauchemiehersteller Mapei, der Drainmörtel, Kleber und Fugenmassen geliefert hat, bieten zusammen eine Systemgarantie für das Mandala. (ts)