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Transparenz-Initiative: Woher kommt unsere Grillkohle?

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Berichte über ökologische und soziale Missstände bei der Produktion von Grillholzkohle haben die Verbraucher in den vergangenen Jahren zunehmend verunsichert. Die Earthworm Foundation, früher The Forest Trust, möchte mit ihrer Charcoal Transparency Initiative für mehr Transparenz in der Grillholzkohle-Produktion sorgen. Über eine Plattform können Kunden die gesamte Produktionslinie ihrer Grillholzkohle einsehen und so verantwortungsbewusster einkaufen.

Immer mehr Verbraucher legen Wert auf ökologisch und verantwortungsvoll produzierte Grillholzkohle. Foto: Gábor Adonyi/Pixabay

Earthworm Foundation bewertet Hersteller und Lieferketten

Seit 2012 setzt sich die Earthworm Foundation auf dem europäischen Holzkohlemarkt für mehr Transparenz und Verantwortung bei der Produktion ein. Dabei bewertet sie unter anderem Lieferketten und Hersteller von Holzkohle nach verschiedenen Verantwortlichkeitskriterien. Dazu gehören die nachhaltige Wald- und Umweltbewirtschaftung, kontrollierte Produktions- und Vertriebsprozesse, Achtung der Menschenrechte, Gesundheit und Sicherheit von Arbeitern sowie Transparenz der Holzkohle-Lieferketten. Dafür haben die Teams der Earthworm Foundation innerhalb von vier Jahren mehr als 150 Besuche vor Ort in beinahe 15 Ländern durchgeführt.

„Wir helfen den Mitgliedern unserer Organisation, ihre Holzkohle zu dem Ort ihrer Entstehung zurückzuverfolgen, dabei ist unser Ziel komplette Transparenz entlang der Lieferkette. So stellen wir sicher, dass keine Verbindung zu Abholzung, Walddegradierung und Ausbeutung von Arbeitern besteht. Wir arbeiten mit Einzelhändlern, Importeuren und Holzkohle-Produzenten zusammen und helfen ihnen, verantwortungsvolle Beschaffungsstandards zu definieren und umzusetzen“, erklärt die Earthworm Foundation auf ihrer Internetseite.

Plattform für europäische Holzkohle-Industrie 2019 gestartet

2019 startete die Foundation aus diesem Grund eine Plattform für die europäische Holzkohle-Industrie, um den Verbraucher bei seiner Kaufentscheidung bestmöglich unterstützen zu können. „Genau wie man auf Lebensmittel die Inhaltsstoffe nachlesen kann, muss dieses simple Prinzip auch für Holzkohle gelten. Dies ermöglicht es, mehr über die Geschichte des Produkts zu erfahren und somit eine verantwortungsvolle Kaufentscheidung zu treffen“, heißt es auf der Seite der Foundation weiter. „Wir glauben, wenn wir Verbrauchern Zugang zu Produktgeschichten geben, können wir echtes Vertrauen schaffen zu dem Produkt das sie kaufen. So entsteht Vertrauen und zwar über ein Logo oder eine Zertifizierung hinaus“, so die Foundation. Im Gegensatz zu klassischen Zertifizierungssystemen würde die Earthworm Foundation nicht auf ein Logo, sondern auf Interaktion und kontinuierliche Verbesserung in enger Absprache mit ihren Partnern setzen.

DHG beteiligt sich an Charcoal Transparency Initiative

Die DHG Vertriebs- und Consultinggesellschaft mbH in Kempen am Niederrhein ist einer dieser Partner. Mit ihren Marken Flammenco und Nambuko sowie weiteren Handelsmarken bezeichnet sich die DHG als bedeutender Anbieter von ökologischer Grillholzkohle, Grillholzkohle-Briketts und Holzbrennstoffen. Als Partner der Earthworm Foundation beteiligt sich das Unternehmen außerdem an der Charcoal Transparency Initiative. „Alle Verpackungen der DHG im Bereich Grillholzkohle werden sukzessive mit einem QR Code versehen, der auf die Seite der Charcoal Transparency Initiative weiterleitet. Dort findet der Kunde online aktuelle Angaben zu Herkunft, Verarbeitung sowie dem Transportweg seines Produktes“, erklärt ein Sprecher der DHG.

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