Trauermücken machen Ökoanbau zu schaffen

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Da Trauermücken von abbaubarem organischem Material leben, treten sie verstärkt auf, wenn Substrate einen höheren Kompostanteil haben. Gerade im Bio-Zierpflanzenbau sind Trauermücken deshalb ein großes Thema, etwas weniger im konventionellen Anbau. Anlässlich des Seminars für ökologische Zierpflanzen-, Baumschul- und Staudengärtner (6. bis 8. Juli, Grünberg) wurde zum Thema „Trauermücken“ unter anderem ein neues Merkblatt des Schweizer Forschungsinstituts für biologischen Landbau vorgestellt. Nachfolgend daraus einige Informationen. Das Substrat soll kühl und trocken lagern, da sich die Trauermücken dann langsamer vermehren. Offenes Substrat sei mit Vlies abzudecken. Wenn Substrat länger liegt, sollen Raubmilben – Hypoaspis miles – darauf ausgesetzt werden. Stark mit Trauermücken besiedeltes Substrat müsse gedämpft werden. Zu den vorbeugenden Maßnahmen gegen Trauermücken im Gewächshaus zählen die Sauberhaltung sowie Anzucht der Pflanzen bei eher niedrigen Temperaturen. Ferner weist das Merkblatt auf die Möglichkeit hin, mit Sojamehl bestreute Substratschalen als „Ablenkfutter“ für Trauermücken aufzustellen. In solchen „Fallen“ sammeln sich viele Trauermücken und werden durch Übergießen mit kochendem Wasser getötet.

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