TrayC-Wasserpaletten: Einsatz soll weiter ausgebaut werden

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Seit knapp einem Jahr sind die TrayC-Wasserpaletten im Einsatz, rund 1,1 Millionen Stück davon sind laut Landgard aktuell im Umlauf. Da sich das Kreislauf-System in der Praxis bewährt habe, ist dem Unternehmen zufolge für die Zukunft dessen sukzessiver Ausbau geplant.

Kreislauf-Paletten aus recyceltem Polystyrol

TrayC wurde Landgard zufolge offiziell als Kreislauf-Palette entwickelt, bestehe zu 100 Prozent aus recyceltem Polystyrol und decke alle gängigen Topfgrößen ab. Nach ihrer Verwendung werden die Trays zunächst dezentral auf CC-Containern bei den Kunden gesammelt und auf der Rücktour der nächsten Warenanlieferung dann wieder mitgenommen. An zentralen Sammelstellen werden diese den Angaben zufolge sortiert und – sofern keine Beschädigungen vorliegen – beispielsweise durch den Landgard-Gartenbaubedarf zu vergünstigten Preisen direkt wieder in Umlauf gebracht. Beschädigte Trays werden demnach aussortiert und gehen zurück an den Tray-Hersteller, wo das Material recycelt und zur Produktion neuer Trays verwendet wird.

Im Praxiseinsatz habe sich laut Landgard gezeigt, dass TrayC einen geschlossenen Wertstoffkreislauf mit möglichst geringen Verlusten nach dem Cradle to Cradle-Prinzip ermöglicht. Die dezentrale Organisation, eine Rückführung im Zuge normaler Warenanlieferungen und möglichst kleine Kreisläufe würden die Transportwege kurz halten und zusätzliche CO2-Emissionen vermeiden. Im Vergleich zum Einsatz von Einwegpaletten könne die Verwendung von TrayC insgesamt dazu beitragen, den CO2-Fußabdruck um über 80 Prozent zu senken, erklärt die Erzeugergenossenschaft. Im Arbeitseinsatz habe sich zudem das einfache Handling der für alle gängigen Topfgrößen sowie mit symmetrischer und logischer Nestung verfügbaren Kreislauf-Paletten als Vorteil erwiesen.

TrayC-Paletten ab 2022 in den Landgard Cash & Carry-Märkten

„Gemeinsam mit namhaften Partner*innen wie OBI haben wir bereits über 1,1 Millionen TrayC-Kreislauf-Paletten in Umlauf gebracht – und konnten bisher mehr als 800 Tonnen wertvoller Rohstoffe im geschlossenen Wertstoffkreislauf halten“, zieht Johannes Kronenberg, Geschäftsführer Landgard Blumen & Pflanzen, ein erstes positives Fazit. Das System habe sich auf allen Stufen der Lieferkette im Arbeitseinsatz sehr gut bewährt, wie Kronenberg berichtet. „TrayC ist einfach, ökonomisch und skalierbar. Gemeinsam mit unseren Kund*innen haben wir das klare Ziel, den Einsatz der TrayC-Wasserpaletten sukzessive weiter auszubauen und das System konsequent weiterzuentwickeln.“ Als nächster Schritt etwa sei geplant, die TrayC-Kreislaufpaletten ab 1. Januar 2022 auch in den Landgard Cash & Carry-Märkten einzuführen.

OBI will Paletten-System weiter begleiten und mitentwickeln

Als „entwicklungsfähig“ schätzt Dirk Bansemer, Director Procurement – Orga & Operations bei OBI, das TrayC-System ein, weshalb die Baumarkt-Kette erwarte, dass sich die Anzahl der Umläufe, teilweise auch durch weitere Qualitätsverbesserungen, zukünftig noch steigern werde. OBI wolle TrayC deshalb weiter begleiten und mitentwickeln. „Es kann nur im Interesse aller Akteure sein, auf Systeme zu setzen, die einen wesentlichen Beitrag leisten zu weniger Materialeinsatz und zu einer Verringerung des ökologischen Fußabdrucks“, so Bansemer. Für den Handel sei es wichtig, auf qualitativ hochwertige Trays und ein geschlossenes und gleichzeitig flexibles, durchdachtes System zurückgreifen zu können. Zudem sei das System für die Mitarbeiter in den OBI-Märkten in der bisherigen Version leicht einzusetzen und der Aufwand halte sich für die gesamte Lieferkette im Kreislaufsystem in verhältnismäßigen Grenzen, wie Bansemer erklärt.

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