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Triebsterben an Buxus - was tun?

Über das neue Triebsterben an Buxus durch den Erreger Cylindrocladium buxicola haben wir in den TASPO-Ausgaben 21/07 und 25/07 ausführlich berichtet. Das Info-Blatt für den Gartenbau in Mecklenburg-Vorpommern fasst das Wichtigste noch einmal zusammen. Der Pilz wurde erstmals 2004 in Deutschland nachgewiesen und ist seit dem Sommer 2005 in Mecklenburg-Vorpommern bekannt (zum Teil massiver Befall auf Friedhöfen und auch in Privatgärten). Die Anfälligkeit der Arten/Sorten wird als sehr unterschiedlich beschrieben. Als hochanfällig gelten Buxus sempervirens 'Suffruticosa', 'Rotundifolia', 'Handworthiensis' und 'Rocket', als anfällig 'Blauer Heinz', und als bisher weniger anfällig 'Arborescens' und 'Elegantissima', sowie Buxus microphylla 'Faulkner' und 'Herrenhausen'. Es gebe auch Nachweise an anderen Buxus-Arten und -Sorten, so dass man davon ausgehen müsse, dass prinzipiell alle Buxus-Arten und -Sorten befallen werden könnten. Als Bekämpfungsmaßnahmen angegeben werden:

Vorbeugend

- Standortwahl (Standorte mit guter Durchlüftung bevorzugen),

- Sortenwahl (Kultivierung/Pflanzung hochanfälliger Arten/Sorten vermeiden),

- Kontrolle (nur visuell gesunde Ware kaufen/verkaufen),

- Kultivierung (Blattnässedauer möglichst kurz halten, Bewässerung möglichst von unten, Infektionen durch Spritzwasser vermeiden),

- Hygiene (Geräte/Werkzeuge sowie Hände/Schuhe nach jeder Pflegemaßnahme gründlich reinigen oder desinfizieren),

- fungizider Schutzbelag (mit einem geeigneten Kontaktfungizid gegen die Sporenkeimung).

Direkt bei Befall

- kranke Pflanzen samt Falllaub, Wurzeln und umgebender Erde entfernen und vernichten - nicht kompostieren (Thermorotte in Kompostierungsanlagen tötet den Pilz aber ab),

- Rückschnitt visuell erkrankter Partien kann kurzfristig erfolgreich sein,

- Fungizidanwendung zur Befallseindämmung,

- Befallsstellen nicht wieder mit Buxus bepflanzen.