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Trockenheit prägte Gemüseproduktion in Brandenburg

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Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg bekannt gab, war das Erntejahr für Gemüse in Brandenburg 2019 besonders von Trockenheit geprägt. Dennoch befanden sich die Erträge trotz vielerorts verringerter Anbaufläche auf ähnlichem Niveau, wie im Vorjahr.

Die Ernte war in Brandenburg erneut deutlich von Trockenheit geprägt. Foto: Mabel Amber, still incognito / pixabay

Anbaufläche im Freiland verringert

Im Jahr 2019 bauten insgesamt 195 Betriebe in Brandenburg auf rund 6.600 Hektar Fläche Gemüse im Freiland an. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Freilandfläche damit um rund 150 Hektar verringert. Auf die Erntemenge hatte das jedoch keine negativen Auswirkungen. Insgesamt ernteten die Betriebe 93.400 Tonnen Gemüse, mit 92.800 Tonnen im Vorjahr konnte somit eine Steigerung von 600 Tonnen geerntetem Gemüse erzielt werden. Dennoch waren erneut bei vielen Gemüsearten die negativen Folgen langer Trockenphasen spürbar.

Möhren knapp über sechsjährigem Durchschnitt

Die Speisezwiebel, die aufgrund ihres flachen Wurzelwerks besonders auf eine gleichmäßige Wasserversorgung angewiesen ist, wuchs auf etwa 40 Hektar Anbaufläche. Geerntet wurden darauf jedoch nur knapp 600 Tonnen. Der erzielte Ertrag von 150 Dezitonnen je Hektar liege demnach um 50 Prozent unter dem sechsjährigen Durchschnitt. Beim Spargel wurden in Brandenburg auf rund 3.700 Hektar 22.000 Tonnen gestochen, was vergleichen mit dem Vorjahr eine um rund 130 Hektar kleinere Fläche darstellt. Der erzielte Ertrag von 58 Dezitonnen je Hektar entspricht allerdings dem sechsjährigen Durchschnitt. An zweiter Stelle der anbaustärksten Kulturen stand die Möhre mit rund 560 Hektar. Insgesamt konnten rund 24.300 Tonnen geerntet werden. Der Ertrag steht dadurch mit 440 Dezitonnen je Hektar um knapp 2 Prozent über dem sechsjährigen Durchschnitt.

17.800 Tonnen Gemüse aus Gewächshäusern

Den stärksten Flächenanteil an der Gemüseproduktion stellten die Landkreise Potsdam-Mittelmark, Oberhavel und Dahme-Spreewald, die zusammen über 70 Prozent der Freilandgemüseflächen Brandenburgs einnehmen. Während in Potsdam-Mittelmark mit 94 Prozent und in Oberhavel mit 98 Prozent der Spargelanbau dominiert, sind im Landkreis Dahme-Spreewald mit 45 Prozent die traditionsreichen Einlegegurken vorherrschend. Gurken stellten gleichzeitig Brandenburgs drittanbaustärkste Kultur dar. Bei 69 Betrieben wurde Gemüse in Gewächshäusern angebaut, wovon ein Drittel der Gesamtfläche von 56 Hektar auf den Landkreis Potsdam-Mittelmark entfiel. Den größten Anteil an der gesamten Gewächshausfläche hatten Tomaten mit rund 60 Prozent, gefolgt von Salatgurken mit 14 Prozent und Paprika mit 13 Prozent. Insgesamt wurden in den Gewächshäusern 17.800 Tonnen Gemüse geerntet.

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