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Tropfen für den Spargel

Tropfbewässerung bringt höhere Erträge. Dies geht aus der ersten Zwischenbewertung eines noch laufenden Spargelversuchs der Forschungsanstalt Geisenheim hervor. Wird auf einer Fläche immer wieder Spargel angebaut, führt dies zu verminderter Lebensdauer der Anlage, schlechteren Qualitäten und weniger Ertrag. Laut Literatur kommt es zu 20 bis 30 Prozent Ertragsminderung. Ein im Jahr 2003 auf dem Spargelversuchsfeld Ingelheim mit den Sorten 'Gijnlim' (Bestandesdichte: 16.835 Pflanzen pro Hektar) und 'Grolim' (27.778 Pflanzen pro Hektar, Randparzellen) angelegter Versuch soll vor allem neue Erkenntnisse darüber bringen, mit welchen Maßnahmen sich die bekannten negativen Auswirkungen des Nachbaus mindern lassen. Im Blickpunkt stehen die Einflüsse von Tropfbewässerung und Kompostgaben auf den Ertrag. 11,5 Tonnen je Hektar wurden im Jahr 2007 in der Variante ohne Zusatzbewässerung und Kompost geerntet. Die Variante mit Kompostgabe, aber ohne extra Bewässerung brachte keine signifikante Ertragssteigerung (12,1 Tonnen je Hektar). Dagegen wurden in der Variante mit Unterflur-Tropfbewässerung und Kompostgabe immerhin 13,8 Tonnen je Hektar geerntet. Zwischen den Parzellen auf Nachbauböden und denen auf jungfräulichem Boden war der Ertragsunterschied bisher gering. Hierbei - so heißt es - wirkten sich allerdings auch sachgerechte Düngung und der ausreichend hohe pH-Wert aus.