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Trump will illegalen Koka-Anbau mit Glyphosat bekämpfen

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Während Glyphosat zunehmend umstritten ist und mehrere Staaten dessen Einsatz zumindest deutlich einschränken wollen, hat das Herbizid mit Donald Trump einen prominenten Fürsprecher gefunden. Der US-Präsident setzt sich aktuell dafür ein, illegalen Koka-Feldern in Kolumbien mit dem Unkrautvernichtungsmittel den Garaus zu machen.

Blätter der Koka-Pflanze. Foto: Pixabay

Kolumbien besprühte Koka-Pflanzen bis 2015 mit Glyphosat

Bei einem Treffen im Weißen Haus soll Trump Medienberichten zufolge Kolumbiens Staatschef Iván Duque dazu aufgefordert haben, Koka-Pflanzen wieder aus der Luft mit Glyphosat zu besprühen. Nachdem die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) im März 2015 einen Bericht veröffentlicht hatte, demzufolge das Herbizid „wahrscheinlich krebserregend“ sei, hatte die südamerikanische Republik unter ihrem damaligen Präsidenten Juan Manuel Santos diese weit verbreitete Maßnahme eingestellt. Sie war Teil des von den USA und Kolumbien zum Kampf gegen Drogen unterzeichneten „Plan Colombia“, soll jedoch zu Umwelt- und Gesundheitsschäden geführt haben.

Duque selbst habe Medienberichten zufolge unlängst erklärt, dass Kolumbien im Kampf gegen den Drogenhandel alle zur Verfügung stehenden Werkzeuge kombinieren müsse. Dazu zähle unter anderem, Koka-Pflanzen von Hand zu zerstören. Im vergangenen Jahr seien damit beispiellose Erfolge im Kampf gegen illegale Pflanzungen erreicht worden. Kolumbien gehört neben Peru und Bolivien zu den drei Nationen, die weltweit den Anbau von Koka-Pflanzen beherrschen.

Glyphosat laut amerikanischer Bundesumweltbehörde nicht krebserregend

Unabhängig von Trumps Forderungen, Glyphosat erneut zur Bekämpfung von Koka-Pflanzen einzusetzen, hatte das Herbizid bereits zu Jahresbeginn Rückendeckung durch die US-Umweltbehörde erhalten. Medienberichten zufolge hatte die EPA (United States Environmental Protection Agency) entgegen mehrerer Urteile von US-Gerichten bestritten, dass Glyphosat krebserregend ist. Laut der Behörde habe eine neue Untersuchung ergeben, dass der Wirkstoff bei vorschriftsgemäßem Gebrauch nicht als Gesundheitsrisiko für den Menschen einzustufen sei.

Bayer erfreut über Unterstützung für Glyphosat

Bayer zeigte sich über die Unterstützung für Glyphosat seitens der US-Umweltbehörde hoch erfreut. Deren Einstufung des  Unkrautvernichters als nicht krebserregend entspreche den langjährigen Bewertungen führender internationaler Gesundheitsbehörden, wie Bayer-Vorstand Liam Condon in einer umgehend von dem Chemiekonzern veröffentlichten Stellungnahme erklärte. Und weiter: „Die wissenschaftsbasierte Bewertung durch das Expertenteam der EPA spiegelt einen sehr hohen Standard wider, der von Aufsichtsbehörden und Wissenschaftlern auf der ganzen Welt respektiert wird.“ In den USA wurden Bayer wegen des Herbizids bislang weit über 40.000 Klagen zugestellt.

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