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Turftech: Nie mehr durstige Pflanzen

Die englische Firma Turftech International (UK-Fulwood, Preston) stellt Netzmittel für gartenbauliche Substrate her. Die TASPO fragte den Geschäftsführer David Greenwood unter anderem, für wen sich Netzmittel eignen und welche Vorteile produzierende Gärtner erwarten können. 

David Greenwood ist Geschäftsführer der Firma Turftech. Foto: Roman Höfers

Seit wann stellt Ihre Firma Netzmittel her, und für welche Kulturen eignen sich diese vor allem?
Turtftech stellt seit 1988 spezielle Netzmittel für den Gartenbau und die Rasenpflege her. Unsere Netzmittel eignen sich für alle Arten von Keimlingen, Zier- und Nutzpflanzen sowie Gemüse.

Wer setzt ihre Netzmittel ein?
Die Substrathersteller arbeiten die Netzmittel in Kultursubstrate ein. Unsere Netzmittel werden nicht ausgewaschen und nur sehr langsam biologisch abgebaut. Dies macht sie ideal für Substrate, da ihre effektive Lebensdauer in der Regel größer ist als das Pflanzenleben während der Kultur. In der heutigen modernen und schnellen Produktion haben sich unsere Netzmittel bewährt: Sie beschleunigen die Keimung von Samen, verstärken das Wurzelwachstum und erhöhen schließlich das Erntegewicht. Dies gewährleistet maximalen Gewinn für den Produzenten. Netzmittel unterstützen auch die letzte Wasseraufnahme der Pflanzen vor Auslieferung, sodass die Pflanzen ihren Markt in erstklassigem Zustand erreichen. Heute enthalten alle professionellen Substrate ein Netzmittel. Viele Hobby- Torfsubstrate ebenfalls.

Was sind die drei wichtigsten Vorteile für Gärtner, die Substrat mit Netzmittel einsetzen?
Substrat, das Netzmittel enthält, sorgt für schnelle und gründliche Wasser-aufnahme entweder bei Überkopfbewässerung oder der kapillaren Bewässerung. Dies verlangsamt den Trocknungsprozess. Zweitens sorgt es für maximale Keimung und Ernteerträge. Schließlich sorgen Netzmittel für die maximale Wasseraufnahme der Pflanzen beim letzten Gießen vor dem Transport.

Gibt es auch biologisch abbaubare Netzmittel?
Turftech stellt ein organisches/biologisches Netzmittel her unter den Namen Organi-Zorb und Bio-Zorb.

Wo liegen Ihre Absatzgebiete?
Zurzeit exportieren wir in die Verei-nigten Staaten sowie nach Kanada und Asien, etwa Sri Lanka, Japan und Korea.
Außerdem in die meisten europäischen Länder, darunter auch Deutschland. Weiterhin liefern wir nach Russland, Dubai, Israel, Skandinavien, und natürlich verkaufen wir in Irland und Großbritannien.

Was denken Sie, wie werden sich die Torfsubstrate entwickeln? In Deutschland etwa kritisieren immer wieder Naturschutzverbände den Torfeinsatz.
Produzenten verwenden meist torfbasierte Substrate. Während diese oft andere Zusatzstoffe enthalten, wie etwa Kokos, Perlite und Vermiculite bleiben sie im Grunde Torf. Mischungen, die Grünschnitt, Rinde und Holz enthalten, werden meist von Gartencentern im Hobbybereich verkauft und enthalten keine Netzmittel. Es gibt große Torfreserven im Baltikum, in Skandinavien, in Russland und in Kanada, wo viel Torf für die Energieerzeugung verwendet wird. Die geringe Menge, die vom Gartenbau verwendet wird, ist geringer als die Menge, die jährlich durch die natürliche Regeneration von Torfmoos (Sphagnum) produziert wird.
Produzenten werden immer Bedarf an torfbasierten Substraten für ihre Kulturen haben, da allein diese sie mit gleichbleibender Qualität Jahr für Jahr versorgen, die für ihren Geschäftserfolg notwendig sind. Torffreie Substrate haben einen Markt für den Hobbygärtner, wo die Kriterien für die wirtschaftlichen Erfolge viel geringer sind. (rh)

Mehr unter www.turftech.co.uk