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TV-Bericht: Wohin mit den ganzen Frühlingsblühern?

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Wohin in diesem Jahr mit den ganzen Frühlingsblühern?, fragen sich die Produzenten vom Niederrhein. Denn aufgrund der derzeitigen Corona-Verordnungen und den teils geschlossenen Blumengeschäften, Gartencentern und Baumärkten wächst die Sorge, dass sich die Bilder aus dem vergangenen Frühjahr wiederholen, als tonnenweise Schnittblumen sowie Beet- und Balkonpflanzen entsorgt werden mussten.

WDR-Team besucht Gärtner am Niederrhein

Von ihren aktuellen Sorgen berichteten die Produzenten vom Niederrhein unlängst im TV beim Westdeutschen Rundfunk (WDR). Das Team der WDR-Sendung „Lokalzeit“ aus Düsseldorf war unterwegs in der Region und besuchte beispielsweise die Gärtnerei Dercks. Thomas Dercks und sein Bruder Roland produzieren eine breite Palette an Schnitttulpen wie einfach und gefüllt-blühende Sorten sowie Papageitulpen, die unter anderem täglich frisch auf dem Blumengroßmarkt Düsseldorf verkauft werden. Eine weitere Kultur ist der Echte Jasmin (Jasminum polyanthum) im Topf, eine klassische Winterpflanze, die einen tropischen Frühlingsduft ins Zimmer zaubert und deutschlandweit vermarktet wird.

Dercks richtet in Windeseile Online-Shop zum Pflanzenverkauf ein

Mitten in der Jasmin-Kultur traf das TV-Team auf Thomas Dercks. „Wir müssen diese Topfpflanzen jetzt unbedingt verkaufen“, erklärte er. „Diese Kultur und unsere Tulpenkulturen – das ist unsere Bank. Denn das erwirtschaftete Geld vom vergangenen Jahr steckt in all unseren Kulturen. Es ist unser Eigenkapital, was jetzt raus muss. Sonst fehlt das Geld für die Jungpflanzen der kommenden Kulturen.“ Deshalb hat sich der Familienbetrieb für einen starken eigenen Weg entschieden und setzt zur Vermarktung der Pflanzen unter anderem auf einen in Windeseile selbst eingerichteten Online-Shop, wie das Grüne Presseportal (GPP) jetzt berichtete.

Jasmin wird im Dreierpack an Pflanzenfreunde verkauft

„Die Kompostierung kommt für uns nicht in Frage“, wird Dercks dort zitiert. „Wir haben die Pflanzen jetzt ein halbes Jahr lang gehegt und gepflegt und mit eigenen Händen um die Rankhilfe gewunden.“ In Dercks‘ Webshop werden die duftenden Frühlingstöpfe an Pflanzenfreunde in ganz Deutschland verkauft und per Post verschickt – im Dreierpack. Dies geschieht aus ökologischen Gründen, wie der Zierpflanzengärtner erklärt, „nicht, weil wir glauben, dass jemand unbedingt drei der Duftwunder braucht. Sondern weil wir uns wünschen, dass die Zweit- und Drittpflanze in der Nachbarschaft oder bei Freunden ein gutes Plätzchen findet. Pflanzen schaffen Beziehungen, davon sind wir überzeugt.“

► Mehr zum Lokalzeit-Bericht des WDR über die Gärtner am Niederrhein lesen Sie in der TASPO 3/2021.

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