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Überraschende Kandidatur aus dem Sauerland: BWS mit verändertem Vorstand

Bei den turnusmäßigen Wahlen zum ersten und zweiten stellvertretenden Vorsitzenden des Bundesverbandes der Interessengemeinschaft der Jungweihnachtsbaumanbauer und Schnittgrünerzeuger (IGW) gab es eine Überraschung. Bei der Wahl zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden kandidierte gegen den langjährigen Amtsinhaber Thomas Emslander (Ergolding, Bayern) etwas überraschend der Sauerländer Georg Feldmann-Schütte und gewann mit nur zwei Stimmen Mehrheit die geheime Wahl. 

Weihnachtsbaumkönigin Katharina I. mit dem teilweise neu gewählten Verbandsvorstand (v. l.): Axel Graf von Bülow, Uwe Klug, Georg Feldmann-Schütte, Bernd Oelkers und Dr. Martin Rometsch. Foto: Liebgard Jennerich

Der aktuelle Vorstand besteht somit aus dem ersten Vorsitzenden Bernd Oelkers, Georg Feldmann-Schütte und Axel Graf von Bülow als ersten und zweiten Stellvertreter, sowie Uwe Klug als Kassenwart und Dr. Martin Rometsch als Geschäftsführer.

Nach wie vor ungelöst ist das Problem der Pflanzenschutzmittelrückstände auf Weihnachtsbäumen. Während es für verschiedene Produkte teilweise sehr unterschiedliche zugelassene Grenzwerte gebe, existierten für diese Kulturen keinerlei Grenzwerte. Oelkers plädierte dafür, Rückstandshöchstwerte einzuführen, so, wie es insbesondere einige Kettenläden wünschen. Ebenso mahnte er an, die in den beiden Jahren zuvor durchgeführten Kontrollen auf Eigeninitiative fortzuführen, etwa bei dem Analyselabor Eurofin. Dies gebe Sicherheit in der Saison, denn externe Kontrollen während der Vermarktungszeit könnten sich fatal auswirken, da die Bearbeitungszeit acht bis zehn Tage dauere.

Beim Europäischen Rat der Weihnachtsbaumanbauer, der 14 Tage später in Kopenhagen tagte, stieß dieser Vorschlag allerdings auf Bedenken, da Weihnachtsbäume mit der Einführung von Grenzwerten – ungerechtfertigt – auf eine Stufe gestellt werden mit Lebensmitteln und die Rückstandsregelungen und der Pflanzenschutzmitteleinsatz in der EU nicht harmonisiert seien. Bevorzugt wurde auf europäischer Ebene eher eine sachliche Information der Verbraucher, dass Pflanzenschutzmittel allein schon aus ökonomischen Gründen in Weihnachtsbäumen nicht mehr als erforderlich und nur im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben eingesetzt werden.

Wie bei der IGW auch, berichtete Katharina Püning auf der Bundestagung über ihre erste Saison als Weihnachtsbaumkönigin, ihre Aktivitäten, Kontakte und Erfahrungen. (jen)