Alle News

Umbau der Messe Essen: Aufsichtsrat gibt grünes Licht für Basislösung

Der neu konstituierte Aufsichtsrat der Messe Essen hat in seiner ersten Sitzung einstimmig die Basislösung für den Messe-Umbau genehmigt. Baubeginn soll laut Planung im Mai 2016 sein. Die Internationale Pflanzenmesse (IPM) wird nach Angaben der Messe Essen 2015 und 2016 entsprechend noch in den bisherigen Hallen stattfinden. 

Vor der Abstimmung hatte Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen, dem Gremium – wie im April beauftragt – die operativen und wirtschaftlichen Eckpunkte der abgeschlossenen Vorentwurfsplanung vorgestellt. Darin sei der Messe Essen zufolge deutlich geworden, dass die seinerzeit angegebenen Kostenansätze von 56,7 Millionen Euro (Baunettosumme) realistisch sind und nicht überschritten werden. Entsprechend gaben die Aufsichtsratsmitglieder bei der Geschäftsführung die Planungsstufe zwei als nächsten Schritt in Auftrag.

„Modernisierung voll auf Kurs“
Kuhrt lobte in diesem Zusammenhang insbesondere das Team Bau und das Architektenbüro Slapa Oberholz Pszczulny, die in den letzten Monaten intensiv an der Basislösung gearbeitet hätten und bestätigen konnten, dass der geplante Kostenrahmen eingehalten werden könne. „Damit bleibt uns nach derzeitigem Stand der Gesamtkostenansatz für Baunebenkosten – unter anderem Gutachten, Altlasten, Preisindex – und die Risikorückstellung in einer Gesamthöhe von 31,9 Millionen Euro vollständig erhalten. Das maximale Investitionsvolumen ist bei 88,6 Millionen Euro gedeckelt“, so Kuhrt.

Essens Oberbürgermeister Reinhard Paß zeigte sich ebenfalls erfreut darüber, dass sich die anfänglichen Kostenschätzungen als belastbar erwiesen hätten. „Damit bewegt sich die Messe-Modernisierung voll auf Kurs“, so Paß. Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung des intensiven Bürgerdialoges durch unter anderem Messeführungen und intensive Gespräche mit Vereinen, Verbänden und Initiativen.

Kostenlose Hallenführungen
Laut Messe Essen können sich interessierte Bürger anhand von kostenlos angebotenen Hallenführungen ein Bild vom derzeitigen Zustand des Geländes machen und die Grundzüge der Basislösung kennenlernen. Die nächsten Messeführungen finden statt am:

  • Mittwoch, 8. Oktober, 14 Uhr,
  • Montag, 20. Oktober, 18 Uhr,
  • Dienstag, 4. November, 18 Uhr,
  • Freitag, 21. November, 17 Uhr.

Annette Heydorn, Leiterin des Ressorts Bau bei der Messe Essen, begleitet dabei die Besucher durch das Messegelände und stellt die Neubauplanung vor.

Diese sieht nach Angaben der Messe Essen einen Wegfall der alten Zweigeschosshallen bei gleichzeitiger Erfüllung der Flächenanforderungen vor. Nach Abschluss der Baumaßnahmen sollen sich demnach im nördlichen Gelände statt der bisher dreizehn kleinteiligen Hallen – einschließlich der Obergeschossebenen – fünf große Hallenbereiche mit optimierter Logistik gliedern. Das neue Foyer im Osten vor dem heutigen Messehaus Ost soll eine moderne, einladende Glasfassade erhalten und zudem durch einen verbesserten Tagungsbereich ergänzt werden.

Baubeginn für Mai 2016 geplant
Die vom Aufsichtsrat genehmigte Vorentwurfsplanung soll nun am 24. September im Stadtrat präsentiert und in der Ratssitzung am 29. Oktober zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Der Baubeginn ist nach Planung und Ausschreibung der Baumaßnahmen für Mai 2016 vorgesehen, informiert die Messe Essen. Entsprechend findet die Internationale Pflanzenmesse (IPM) im kommenden Jahr sowie 2016 noch in den gewohnten Hallen statt.

Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung am 11. September informierte Kuhrt zudem über den Zwischenstand des messeinternen Effizienzprogrammes. Laut Messe Essen werden derzeit im Unternehmen konkrete Maßnahmen zur Kostensenkung erarbeitet, die im November dem Aufsichtsrat vorgestellt werden und ab 2015 in die Wirtschaftsplanung einfließen sollen. (ts)