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Umfrage des GaLaBau-Verbandes Hessen und Thüringen: Auftragslage überraschend positiv

Die Auftragslage der Landschaftsgärtner in Hessen und Thüringen ist 2008 überraschend positiv ausgefallen. Das ergibt eine Konjunkturumfrage unter GaLaBau-Betrieben in den beiden Bundesländern, die vom Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (FGL) initiiert worden ist. Die jährlich durchgeführte Umfrage spiegelt den Auftragsbestand ebenso wider wie Angaben zur Auftragslage oder Mitarbeiterentwicklung. Wichtigste Frage ist die Bewertung der aktuellen Situation und der Zukunft.

"Die Mitgliedsbetriebe in Hessen und Thüringen beurteilen ihre Lage derzeit als relativ gut", bilanziert Verbandsgeschäftsführer Guntram Löffler die Situation, "viele Kollegen befürchten aber, dass die konjunkturelle Krise in den nächsten Monaten auch die grüne Branche erreicht."

Während das Jahr 2007 als ein durchweg erfolgreiches Jahr bezeichnet wurde, kamen 2008 auf die Mitgliedsbetriebe außergewöhnliche Belastungen zu. "Höhere Materialkosten aber auch die gestiegenen Kraftstoffpreise werden die Ergebnisse der einzelnen GaLaBauer in diesem Jahr sicher drücken", so Löffler. "Hinzu kommt, dass diese Kosten von der Mehrzahl der Betriebe nicht an die Kunden weitergegeben wurden. Dafür wurde die Auftragslage von rund 30 Prozent der Betriebe als besser im Vergleich zum Vorjahr dargestellt, vor zwei Jahren waren es zehn Prozent, im vergangenen Jahr 23 Prozent."

Traditionell mit Schulnoten wird der Blick der Landschaftsgärtner auf die kommenden Jahre bewertet. Während die aktuelle Einschätzung des eigenen Betriebes mit 2,5 und der Branche mit 2,7 (2007: Betrieb 2,6 / Branche 2,8) benotet wurde, trübt sich die Stimmung leicht, wenn es um den Blick auf die nächsten fünf Jahre geht. Die Benotung liegt dann bei der Frage nach dem eigenen Betrieb bei 2,6 (2007: 2,8), bei der Sicht auf die Branche bei 3,0 (2007:2,9).

"Die Situation in den Betrieben ist durch die Krisenstimmung in der Wirtschaft nicht leichter geworden, aber die Zahlen sind auch nicht beängstigend", so FGL-Geschäftsführer Guntram Löffler.