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Umfrage: Extremwetter als Ursache für Ernteausfälle

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In einer repräsentativen Umfrage, die von der Rabobank und dem Markt- und Meinungsforschungsunternehmen Civey durchgeführt wurde, begründen dreiviertel der Deutschen Ernteausfälle mit Extremwetterereignissen.

Gut Dreiviertel befürchten zukünftig Ernteausfälle bedingt durch Extremwitterungsereignisse. Foto: Rabobank Deutschland

Dreiviertel befürchten Ernteausfälle durch Extremwetter

Bei der Umfrage wurden über 3.200 Teilnehmer zu ihrer Meinung beim Thema Extremwetter befragt. Klimawissenschaftler prognostizieren schon seit längerem die Zunahme von Extremwetterereignissen wie Starkregen und Hitzewellen. Dreiviertel der Befragten (71,5 Prozent) sind laut Rabobank Food Navigator davon überzeugt, dass künftig vermehrt Extremwetterlagen auftreten, die unter anderem auch erhebliche Ernteausfälle verursachen können. Bei Betrachtung der befragten Altersgruppen zeigt sich, dass die über 65-Jährigen am besorgtesten sind (74,4 Prozent), gefolgt von den 40- bis 49-Jährigen (72,1 Prozent) und den 50- bis 64-Jährigen (71,2 Prozent). Auch zwei Drittel der 18- bis 29-Jährigen (68,4 Prozent) halten das für wahrscheinlich.

Starkregen als größte Ursache für Ernteausfälle

50,7 Prozent, also die Hälfte der Befragten macht Starkregen und Überschwemmungen als Ursache für Ernteausfälle verantwortlich. Bei Überschwemmungen befürchtet ein Drittel die Verunreinigung von Böden durch Chemikalien (39,3 Prozent) und austretendem Heizöl (37 Prozent). Hier zeigen sich große Unterschiede bei den Berufsgruppen, demnach sehen ganze 85,5 Prozent der befragten Studenten Überschwemmungen und Starkregen als Ursache für Ernteausfälle, gefolgt von Rentnern mit 52,6 Prozent. Bei den Arbeitnehmern sind es mit 48,8 Prozent gerade mal halb so viele wie bei den Studenten.

Unterschiede in West- und Ostdeutschland

In Westdeutschland ist die Sorge um Ernteausfälle durch Extremwetter zudem größer (72,8 Prozent), als in Ostdeutschland (66,2 Prozent). Bei den Bundesländern zeigt sich ein sehr differenziertes Bild. Wohingegen in Bremen (77,3 Prozent), Schleswig-Holstein (76,9 Prozent) und dem Saarland (76,3 Prozent) die Befürchtungen von Ernteausfällen sehr hoch sind, zeigten sich die Befragten in Thüringen (21,1 Prozent) und Sachsen (21,7 Prozent) im Gegensatz dazu noch relativ sorglos. In Mecklenburg-Vorpommern glauben mit 19,2 Prozent sogar die wenigsten Menschen an die Auswirkungen von Extremwetterlagen.

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