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Umfrage: Nachhaltige Pflanzen kaum gefragt

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TASPO Online wollte in einer Umfrage wissen, welche Rolle Nachhaltigkeit bei Pflanzen und Blumen für Webseitenbesucher, Facebook-Fans und Newsletter-Abonnenten spielt. Schließlich hat das Thema seit Jahren in Unternehmenskommunikation und Marketing Hochkonjunktur. Die Ergebnisse sprechen nicht eindeutig für den vermeintlichen Trend.

Zumindest die Teilnehmer der Online-Umfrage berichten, dass der Kunde kaum nach nachhaltig produzierten Pflanzen fragt. Grafik: TASPO Online

Umfrageergebnisse lediglich ein kleiner Ausschnitt

Zuerst sei festgestellt, dass die Umfrage mit 57 (anonymen) Teilnehmern nur einen kleinen Rahmen beleuchtet und nicht für die ganze Branche sprechen kann. Dennoch ist es interessant, eben auch einmal zu versuchen, „in den Kopf des Lesers“ zu blicken, der ja Kunde, Profigärtner oder auch beides sein kann.

So viel steht fest: Der propagierte Trend zur nachhaltigen Pflanze spiegelt sich nicht in allen Antworten wieder. Immerhin bewerteten die Teilnehmer die Bedeutung der Nachhaltigkeit bei Pflanzen auf einer Skala von 0 (= gar nicht wichtig) bis 10 (= extrem wichtig) durchschnittlich mit 6,33 Punkten. Dabei stimmten nur sechs Befragte mit dem Wert 0, während immerhin elf eine glatte 10 vergaben.

Teilnehmer: 80 Prozent Profigärtner

45 der 57 Teilnehmer gaben an, Profigärtner zu sein, während sich der Rest als Hobbygärtner einstuft. Was geradezu ins Auge sticht: Zu biologisch abbaubaren Töpfen greift kaum einer. Lediglich neun Befragte gaben an, dass sie derartig nachhaltige Gefäße nutzen.

Besonders kniffelig aus Sicht der Verfechter der Nachhaltigkeit gestalteten sich die Antworten auf die Frage „An die Profigärtner: Fragen Ihre Kunden gezielt nach Pflanzen aus nachhaltiger Produktion?“. Immerhin 42 Prozent gaben an, dass der Endverbraucher „kaum“ nach nachhaltiger Ware frage. 27 Prozent hielten dagegen, dass „immer wieder“ entsprechende Pflanzen gesucht würden. Allerdings sagten auch beinahe ebensoviele Befragte (23 Prozent), dass der Kunde „gar nicht“ gezielt nach nachhaltigen Pflanzen Ausschau halte. Und nur acht Prozent gaben zu Protokoll, dass sie „oft“ entsprechende Anfragen von Kundenseite erhielten.

Hobbygärtner kaufen manchmal gezielt nachhaltig

Dafür gehen die Profigärtner, wenn sie denn selbst im eigenen Garten werkeln, dann auch umweltbewusster an die Sache heran. Mit 49 Prozent gab der größte Teil der Befragten an, immerhin „manchmal“ gezielt nachhaltig produzierte Pflanzen zu kaufen. Nur 15 Prozenten stimmten mit „nie“, während jeweils 13 Prozent „so gut wie nie“ gezielt zur Nachhaltigkeit im Garten greifen oder auch gar nicht wissen, ob die gekauften Pflanzen denn aus nachhaltiger Produktion stammen. Das Schlusslicht unter den Hobbygärtnern bildet die Gruppe, die immer nachhaltiges Grün kauft (neun Prozent).