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Umfrage: Trend contra Friedhofsgärtner

Kommt der Sarg aus der Mode? Ja, besagt eine Studie von TNS Infratest, die im Auftrag der Aeternitas erfolgte und von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 17. Juli 2007 besprochen wurde. Nur noch rund 50 Prozent der Deutschen wollten eine Beisetzung im traditionellen Erd- oder Urnengrab, vor neun Jahren waren es noch 87 Prozent.

Von 1001 Befragten (Mehrfachnennungen waren möglich) plädierten je 45 Prozent für das Verstreuen der Asche außerhalb des Friedhofs beziehungsweise die Baumbestattung außerhalb des Friedhofs. 40 Prozent sprachen sich für die Baumbestattung auf dem Friedhof aus, 33 Prozent für ein Gemeinschaftsgrab und 33 Prozent für die Urnenbeisetzung im eigenen Garten. Dieser Trend, schreibt die FAZ, habe Auswirkungen auf einen ganzen Wirtschaftszweig, denn Bestatter, vor allem aber Friedhofsgärtner und Steinmetzen lebten überwiegend von der traditionellen Bestattung. Der Anteil derer, die sich für die Verstorbenen ein Grab, als Ort des Gedenkens wünschen, liege bei etwa 15 Prozent, zitiert die FAZ den Aeternitas-Sprecher Alexander Helbach. Diese Zahl habe sich in den vergangenen Jahren nicht wesentlich verändert. Wie die Studie weiter ergab, wollen gut 60 Prozent der Befragten nicht mehr als 4 000 Euro für die Bestattung ausgeben. Aeternitas beziffert den Durchschnitt der Gesamtkosten aber mit 5000 Euro - ohne Grabpflege.