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Umfrageergebnisse unter Friedhofsträgern in NRW vorgestellt: Die Bestattungskultur ändert sich

Wie ändert sich das Verhalten der Bevölkerung bei Bestattungsangelegenheiten in Nordrhein-Westfalen. Ergebnisse einer Befragung kommunaler und konfessioneller Friedhofsträger hat vergangene Woche die Landwirtschaftskammer NRW auf dem katholischen Friedhof in Schwerte vorgestellt. Der aussagekräftige Bericht zum Bestattungsverhalten in NRW biete den ungefähr 1000 Friedhofsgärtnern die benötigten Informationen über die Bestattungskultur und ihre Entwicklung, um sich mit ihrem Angebot auf Verhaltensänderungen einstellen zu können. Dies betonte Johannes Frizen, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW. Genau so wichtig sei die Umfrage für die Gesetzgebung, beispielsweise für das Bestattungsgesetz und zum Aktualisieren der jeweiligen Friedhofssatzungen. Der vorliegende Bericht umfasse die Hälfte der Bestattungen im Jahr 2004 in NRW: Es gab laut Statistik 184449 Todesfälle, wovon die Erhebung 93 210 Bestattungen und damit 50,5 Prozent erfasst. Die konfessionellen Träger machen 69 Prozent der zurückgesendeten Antworten aus. Umgekehrt ist das Verhältnis bei den Bestattungen, hier dominieren die kommunalen Friedhofsträger zu drei Viertel. Mit rund 90 Prozent macht die namentliche Bestattung in NRW den Riesenanteil gegenüber der anonymen aus. Bei den anonymen Bestattungen hat sich der Zuwachs abgeschwächt. Die Erdbestattung war auf den Friedhöfen NRWs mit zwei Dritteln weitaus stärker verbreitet als die Feuerbestattung mit einem Drittel. Tendenziell nahm die Erdbestattung mit zwei Prozent pro Jahr zugunsten der Feuerbestattung ab. "Dieser Trend wird anhalten, so Frizen, aber die Menschen wollen doch gerne einen Ort, wo sie trauern können." Weitere Einzelheiten finden Sie in der TASPO 44/06