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Umsätze der Veilingen blühten 2005 kräftig auf

Nach nur mäßigem Wachstum in den zwei Jahren zuvor konnten die niederländischen Blumenversteigerungen im Jahr 2005 ihre Umsätze kräftig steigern. Damit einher geht eine deutliche Zunahme des Exports von Schnittblumen und Topfpflanzen. Demgegenüber beklagen viele holländische Gärtnereibesitzer einen Rückgang ihrer Betriebseinkommen.

Die vier genossenschaftlich organisierten und der Vereinigung Niederländischer Blumenversteigerungen (VBN) angeschlossenen Absatzorganisationen erreichten im Jahr 2005 einen Umsatz von rund 3,8 Milliarden Euro. Dies sind 4,3 Prozent mehr als 2004.

Die VBN bewertet den Jahresverlauf 2005 auch deswegen als positiv, weil die Umsatzsteigerung vor allem auf leicht verbesserten Preisen basiert. Für Schnitttblumen wurde ein Umsatzanstieg um drei Prozent auf 2,4 Milliarden Euro gemeldet. Bei den Topfpflanzen gab es ein Plus von sieben Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Im Sektor Beet- und Gartenpflanzen kamen die Veilingen auf 277 Millionen Euro Umsatz, wobei dem Rückgang der Stückzahl um 3,5 Prozent ein um vier Cent auf 65 Cent gestiegener Durchschnittspreis gegenüber steht.

Flora Holland als größtes genossenschaftliches Veilingunternehmen erreichte einen Umsatz von 2,005 Milliarden Euro – fünf Prozent mehr als im Jahr 2004.

Etwas unter dem Durchschnitt blieb die Zunahme bei der VBA Aalsmeer. Sie steigerte ihren Umsatz um 3,6 Prozent auf 1,690 Milliarden Euro.

Bei den zwei „Kleinen“ verlief die Entwicklung unterschiedlich. Während Blumenveiling Oost-Nederland einen Umsatzrückgang um ein Prozent auf 59 Millionen Euro hinnehmen musste, legte Vleuten als kleinste Veiling um 3,5 Prozent auf 26 Millionen Euro zu.

Schon am 16. Dezember konnte die Branchenorganisation HBAG Bloemen en Planten melden, der niederländische Jahres-Exportumsatz von Blumen und Pflanzen habe erstmals die fünf Milliarden Euro überschritten.

Die niederländische Exportstatis-tik weist für 2005 bei Schnittblumen eine Zunahme um drei Prozent auf 3,1 Milliarden Euro aus. Für die Topf- und Gartenpflanzen wurde ein sechsprozentiges Plus auf 1,7 Milliarden Euro gemeldet. Für die restlichen 200 Millionen Euro sorgen Saatgut und Jungpflanzen, deren Exportwert allerdings leicht gesunken ist.

Während die Exporte nach Deutschland nur um etwa ein Prozent stiegen, ließ sich der Verkauf in Länder wie Großbritannien und Spanien ebenso wie nach Osteuropa deutlich erhöhen. HBAG Bloemen en Planten rechnet für 2006 mit einer Fortsetzung des Exportanstiegs.