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Umweltschäden

Einen günstigen Schadensverlauf im "dritten Unterschadenjahr in Folge" meldet die Vereinigte Hagelversicherung in ihrem Geschäftsbericht für 2007. Ganz anders entwickelt sich das Jahr 2008: In den Tagen um den 31. Mai erhielt die Versicherung bereits rund die Hälfte der Schadensmeldungen, die sonst für ein durchschnittliches gesamtes Jahr anfallen. Die Vereinigte Hagelversicherung ist zusammen mit der Gartenbau-Versicherung an der Agrorisk-Gruppe beteiligt und zuständig für die Bereiche Landwirtschaft und Weinbau sowie die Versicherungsgebiete Freiland-Gemüsebau und Obstbau. Die versicherte Fläche belief sich dem Geschäftsbericht des Unternehmens zufolge 2007 auf 4,1 (2006: 4,0) Millionen Hektar und die Versicherungssumme auf 5,4 (5,0) Milliarden Euro. Die Zahl der Schadensmeldungen aus dem Inland ist für 2007 mit rund 20.000 angegeben, woraus sich eine Gesamtentschädigungsleistung von 43,5 Millionen Euro ergeben habe. Dies entspreche einer Schadenquote von 62 Prozent. Für das laufende Jahr sind einer aktuellen Meldung der Vereinigten Hagelversicherung zufolge vom 29. Mai bis zum 3. Juni 2008 binnen fünf Tagen wegen schwerer Unwetter mit Starkregen, Sturm und Hagel bereits 10.000 Schadenmeldungen eingegangen. Dabei seien erhebliche Schäden von derzeitig geschätzten 25 Millionen Euro gemel-det worden. Der Schadenschwerpunkt liegt dabei bei den Spezialkulturen Beeren- und Steinobst sowie Wein und Kartoffeln. Erwähnt wird im Geschäftsbericht 2007 auch das Thema Klimawandel: Das Unternehmen zeigte sich in der Jahresauswertung dabei nicht sicher, "ob die globale Erwärmung tatsächlich zu einer höheren Hagelintensität führt. Auszugehen ist jedoch von einem vielleicht kurzfristigen klimatischen Zyklus mit der Folge extremer Witterungsverläufe".