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Unfallzahlen auf historischem Tiefstand

Gute Präventionsarbeit leisteten offensichtlich die Mitarbeiter der Gartenbau-Berufsgenossenschaft in 2008, denn die Unfallzahlen sind auf einem historischen Tiefstand angelangt. Bereits seit Jahren zeichnet sich bei den Unfallzahlen der Gartenbau-BG ein rückläufiger Trend ab. Wie die aktuellen Statistiken belegen, hat sich diese positive Entwicklung im vergangenen Jahr noch verstärkt. "Dass wir in der Vergangenheit stark in die Präventionsarbeit investiert haben, beginnt nun Früchte zu tragen. So wurde finanziell investiert, aber beispielsweise haben wir auch Kontakte zu Maschinenherstellern aufgenommen, um mit ihnen gemeinsam an Verbesserungen im Sinne der Unfallverhütung zu erarbeiten", erklärt Jürgen Mertz, Vize-Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) und Vorstandsmitglied der Sozialversicherung Gartenbau in Kassel. Insgesamt wurden im Jahr 2008 45.532 Unfälle und Berufskrankheiten bei dem Unfallversicherungsträger anzeigt, meldet der ZVG im aktuellen Pressedienst. Davon waren aber nur 19.077 meldepflichtig, das heißt, es bestand Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen. Zum Vorjahr ergibt sich damit ein Rückgang um 11,3 Prozent und dies bei gestiegenen Arbeitsstunden und einer höheren Gesamtzahl an Versicherten. 2008 waren in den 99.811 Mitgliedsbetrieben insgesamt 611.549 Versicherte beschäftigt. Diese Entwicklungen schlagen sich auf die so genannte 1000-Mann-Quote nieder. Ergab sich in den Jahren 2006 und 2007 ein Wert von 64,2, so konnte in 2008 mit 58,1 der niedrigste Stand in der Geschichte der Gartenbau-Berufsgenossenschaft erreicht werden. Pro 1000 Beschäftigte im Gartenbau ereigneten sich somit rund 58 Unfälle. Auch bei den tödlichen Unfällen war ein Rückgang festzustellen. Mit zwölf tödlichen Arbeits- und Wegeunfällen, davon acht Arbeitsunfällen, wurde auch hier ein neuer Tiefstand erreicht. Gerade den Rückgang dieser Unfälle wertet die Gartenbau-Berufsgenossenschaft als einen Beleg dafür, dass ihre Präventionsarbeit greift. Tödlichen Unfälle bei Baumarbeiten, die auf mangelnde Fachkunde zurückzuführen sind, sind zurückgegangen. Hier verzeichnete man im vergangenen Jahr noch einen Unfall. Anlass zur Sorge geben Unfälle mit Buschholzhackern. Zwar habe sich deren Anzahl mit 65 Fällen im Jahr 2008 nicht wesentlich erhöht, aber die Schwere der Unfälle habe zugenommen. Dem wird die Gartenbau-Berufsgenossenschaft in diesem Jahr entgegenwirken, indem sie verstärkt für den Einbau und die Verwendung spezieller Sicherheitseinrichtungen wirbt.

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