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Ungenaue Zahlen: Kein Ende im Drama um die Iga Rostock

Weiter zugespitzt hat sich die Situation der Iga Rostock GmbH. Das „Millionengrab“, bisher mit 20 Millionen Euro beziffert, erhöht sich nach Angabe der Ostseezeitung (OZ) vom 1. August 2004 auf nunmehr 26 Millionen bis 28 Millionen Euro. Allein bei den Eintrittsgeldern schlage ein Minus von 7,7 Millionen Euro zu Buche. Wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) am 30. Juli 2004 zum Iga-Minus informierte, lag zwei Monate nach Beginn der Ausstellung bereits ein Defizit von sechs Millionen Euro vor. Die Iga-Spitze sei von Mitarbeitern vor dieser „alarmierenden Finanzsituation“ gewarnt worden. Zu den ungeplanten Ausgaben zählten der Messeturm (1,1 Millionen Euro) und die Pacht für die Messehalle (1,2 Millionen Euro). Die Justiz untersuche den Verdacht der Insolvenzverschleppung, zitiert die OZ den Rostocker Oberstaatsanwalt Peter Lückemann. Es gebe Hinweise darauf, dass die Iga schon während der Ausstellung Pleite gewesen sei. Der Landesrechnungshof will die Prüfung des Jahresabschlussberichtes der Iga abwarten und dann gegebenenfalls aktiv werden. Dieser Bericht wird im September 2004 erwartet.