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Universität Kassel: Eigenes Institut für Landschaftsbau als zentrale Forschungsstätte im Aufbau

Mit einer neuen Professur für "Landschaftsbau/Vegetationstechnik" hat die Universität Kassel (UNIK) ihr Lehr- und Forschungsangebot im Fachbereich Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung (FB 6) jetzt um ein wichtiges Lehrgebiet erweitert. Die Professur ist eine Stiftung des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL). Berufen wurde Prof. Dr. Stefan Körner. Auf einer Pressekonferenz stellten die Beteiligten vergangene Woche vor, was geplant ist. Ein Ziel ist der Aufbau eines Instituts für Landschaftsbau als für Deutschland zentrale Forschungseinrichtung und universitäre Ausbildungsstätte, in dem die Professur Landschaftsbau/Vegetationstechnik die Leitung übernehmen soll. Landschaftsbau und Vegetationstechnik sollen künftig zum festen Bestandteil der Ausbildung am FB 6 gehören und in Kooperation mit weiteren Fachbereichen der Universität Kassel (zum Beispiel Bauingenieurwesen mit Baubetriebslehre, Sportplatzbau) durchgeführt werden. Mit dem Stiftungslehrstuhl soll gerade im Bereich Vegetation/Pflanzenverwendung eine Lücke im Fachbereich geschlossen werden. Außerdem will die Universität Kassel mit der Professur und dem zukünftigen Institut ein neues Klientel von Studenten gewinnen, die sich mit der Ausführung verschiedenster Planungen, dem Management von Baubetrieb und Baudurchführung sowie mit der Ausbildung von leitenden Mitarbeitern in Betrieben des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaues befassen", sagte der Präsident der Universität, Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, während der Presseveranstaltung. Das neue Fachgebiet soll einerseits den künftigen Absolventen des Fachbereichs, andererseits den im BGL zusammengeschlossenen Betrieben Perspektiven auf Arbeitsfeldern eröffnen, die sich heute erst in groben Umrissen abzeichnen. Angesichts des Strukturwandels, der leeren öffentlichen Kassen und des Stellenabbaus in Grünflächenämtern fallen Flächen brach, verwahrlosen Bereiche des öffentlichen Raums. Hierfür gilt es Lösungen zu finden, etwa durch extensiv pflegbare Vegetationstypen für unterschiedliche Ansprüche und Raumtypen. Hier sieht Prof. Dr. Stefan Körner unter anderem Forschungsbedarf. Ein wesentlicher Vorteil des Standortes Kassel besteht seiner Meinung nach in der Zusammenarbeit zwischen Landschafts- und Stadtplanung. Mit seinem Engagement will der BGL dem Mangel an Fachkräften in allen Bereichen - von den Betrieben bis in die Schulen und Universitäten - entgegen wirken. Außerdem verspricht er sich davon, dass sich das mangelnde Verständnis untereinander in der grünen Branche verbessere. Und er erhofft sich mehr interdisziplinäres Verständnis zwischen Architekten, Stadtplanern und Landschaftsplanern. Mehr dazu sowie ein Interview mit dem Inhaber des neuen Lehrstuhls lesen Sie in der aktuellen TASPO.