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Glyphosat: EU-Umweltausschuss gegen Verlängerung

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Glyphosat bleibt weiter in der Diskussion – jetzt hat sich auch der Umweltausschuss des EU-Parlaments gegen eine Verlängerung der Zulassung innerhalb der EU ausgesprochen. Die Abgeordneten plädierten stattdessen für eine unabhängige Studie, um sämtliche Bedenken über gesundheitsschädliche Auswirkungen des Herbizids auszuräumen.

Glyphosat wird unter anderem in der Landwirtschaft sowie im Gartenbau angewendet. Foto: Dusan Kostic/Fotolia

Außerdem befürwortet der Umweltausschuss des EU-Parlaments, sämtliche wissenschaftlichen Erkenntnisse offenzulegen, die dem Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zugrunde lagen.

Glyphosat: „Jede Ungewissheit muss beseitigt sein“

„Wir müssen dafür sorgen, dass diese Studien veröffentlicht werden, und sollten darauf warten, bis sie uns zur Verfügung stehen. Jede Ungewissheit muss beseitigt sein, bevor wir mit dem Genehmigungsverfahren einer Substanz, die so umfassend eingesetzt wird, fortfahren“, so der Abgeordnete Pavel Poc, der den Entschließungsantrag entworfen hat.

Darin fordert der Umweltausschuss von der EU-Exekutive, eine neue Beschlussvorlage auszuarbeiten. Darüber hinaus sollte das Europäische Lebensmittel- und Veterinäramt den Auftrag bekommen, Glyphosat-Rückstände in Essen und Trinken zu testen und zu überwachen.

Poc: Rückstände von Glyphosat überall zu finden

„Glyphosat wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als vermutlich krebserregend eingestuft. Während die Industrie behauptet, die Substanz würde komplett abgebaut, ist nun klar, dass Glyphosat-Rückstände überall zu finden sind: in der Umwelt, in vielen Produkten des täglichen Lebens, in unseren Körpern“, so Poc. 

Über den Entschließungsantrag des Umweltausschusses wird in der Plenarsitzung, die vom 11. bis 14. April in Straßburg stattfindet, abgestimmt.