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Unwetter: Sieben Zentimeter große Hagelkörner schlugen in Gärtnerei

Gewitter, Hagelschauer und heftige Regenfälle zogen am vergangenen Wochenende über Süddeutschland hinweg. Die Bilanz: Ein Todesopfer, Sachschäden in Millionenhöhe. Besonders betroffen war Ober- und Mittelfranken, wo in den Landkreisen Forchheim und Erlangen Katastrophenalarm ausgelöst wurde. Das Wasser stand bis zu 1,50 Meter hoch, Straßen und Bahnlinien mussten vorübergehend gesperrt werden, und mancherorts fiel der Strom aus. Für die Gartenbaubetriebe der betroffenen Regionen verlief das Unwetter bis auf Einzelfälle weitgehend glimpflich. Laut Gartenbau-Versicherung (GV) in Wiesbaden entstanden im Raum Stuttgart etwa 25 mittlere bis kleine Schäden durch Hagel. Aus Bayern wurden der GV etwa 40 Hagel- und Sturmschäden gemeldet. Am schlimmsten erwischt hat es hier eine Endverkaufsgärtnerei am Starnberger See: Hagelkörner von bis zu sieben Zentimetern Durchmesser beschädigten die Gewächshäuser schwer. Gesamtschaden: voraussichtlich 250000 Euro. Ein weiterer Hagelschaden in Höhe von 60000 Euro betraf eine Gärtnerei in Schrobenhausen. Aus den überschwemmten Landkreisen Erlangen und Forchheim wurden der GV bisher keine nennenswerten Schäden gemeldet. Auch nach Auskunft einiger dem Erzeugerring Hochbaumschulpflanzen Bayern (EHB) angeschlossenen Betriebe blieb das Unwetter hier ohne schlimme Folgen. Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) riet zu besserer baulicher Vorsorge gegen Überschwemmungen und empfahl, Versicherungen gegen Elementarschäden durch Starkregen, Rückstau und Hochwasser abzuschließen.