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UPOV gewinnt an Terrain

Die Internationale Union für den Schutz neuer Pflanzensorten (UPOV) gewinnt an Bedeutung. Nach dem Beitritt der Dominikanischen Republik und der Türkei in 2007 zählt diese internationale Organisation nun 65 Mitgliedsstaaten.

Das Blumenbüro Holland rückte in seinem Fachpresseportal die im Jahr 1961 gegründete UPOV ins Blickfeld. Der zugrunde liegende Vertrag sei seit 1961 verschiedene Male angepasst und erweitert worden. Wichtigste Anpassung war dabei die Überarbeitung des Vertrages im Jahr 1991. Seither ist auch das Endprodukt Gegenstand des Schutzes. Damit wurde echter Sortenschutz eigentlich erst ermöglicht. Viele der Länder, die das UPOV-Abkommen von 1961 und die Überarbeitung von 1978 ratifizierten, haben die Version von 1991 noch nicht unterzeichnet. Dadurch ist ein Schutz insbesondere von Zierpflanzen nicht gut möglich. Länder, die nun zum ersten Mal den UPOV- Vertrag unterzeichen, können nur die letzte Version, also mit der Überarbeitung von 1991, ratifizieren. Nach jahrelangen Überlegungen, Verhandlungen und Beinahe-Zustimmungen wurde die Türkei im Oktober 2007 Mitglied der UPOV. Neben einer großen Zahl von Acker-, Obst- und Gemüsepflanzen schützt der Vertrag auch eine Reihe von Zierpflanzen. Züchter auf der ganzen Welt können Rosen, Nelken, Gerbera, Alstroemerien, Pfingstrosen, Gypsophyla, Anthurien, Chrysanthemen und Iris zur Registrierung anmelden und Züchterschutzrechte erhalten. Züchter können jetzt ohne Probleme ihre neuesten, in der Türkei geschützten und registrierten Sorten der in das Gesetz aufgenommenen Pflanzen an türkische Gärtner verkaufen. Wenn einer der türkischen Produzenten die Vorschriften nicht einhält, kann der Züchter dagegen vorgehen. Bisher war das nur möglich, wenn "illegale" türkische Blumen in ein Land gebracht wurden, das der UPOV angeschlossen ist. Hierzu zählen alle EU-Länder. Dies führte in jüngster Vergangenheit bereits zu verschiedenen Razzien auf Flughäfen und Grenzübergängen.