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Urbanes Grün: Bund stellt zusätzliche Fördergelder bereit

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„Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ – so lautet der Titel des Bundesprogramms, für das im Haushaltsjahr 2021 zusätzliche staatliche Fördermittel für Projekte rund um Klimaschutz und -anpassung zur Verfügung stehen. Antragsberechtigt sind Städte und Gemeinden, aber auch Unternehmen des Garten- und Landschaftsbaus sollten sich beteiligen, erklärt der BGL.

Die Bedeutung von urbanen Grünflächen hat in den vergangenen Monaten weiter zugenommen. Foto: Bruce Emmerling/Pixabay

Anträge für zusätzliche Fördergelder bis Mitte März möglich

„Landschaftsgärtnerinnen und -gärtner sollten sofort auf ihre Kommunen zugehen und Projekte zur Verbesserung der lokalen grünen Infrastruktur anregen“, so der Appell von Jan Paul, Vizepräsident des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) und Vorsitzender des BGL-Ausschusses „Stadtentwicklung“. Gute Chancen auf die 100 Millionen Euro zusätzlichen Fördergelder, die bis Mitte März beantragt sein müssen, haben dem BGL zufolge Projekte mit hochwertigen Konzepten für besonders vom Klimawandel bedrohte Grünanlagen und überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotenzial. GaLaBau-Unternehmen, die ein solches Konzept für öffentliche Grünanlagen, Parks oder historische Gärten entwickeln und verwirklichen möchten, sollten sich entsprechend direkt an die jeweiligen Oberbürgermeister beziehungsweise kommunalen Ansprechpartner vor Ort wenden.

Welche Projekte und Investitionen förderfähig sind

Den Förderantrag selbst kann nur die Kommune stellen, wie der BGL betont. Förderfähig sind „vegetabile und bauliche Investitionen sowie investitionsvorbereitende, begleitende und konzeptionelle Maßnahmen in urbanen Grün- und Freiräumen, die die grünblaue Infrastruktur in ihrer Vitalität und Funktionsvielfalt erhalten und weiterentwickeln. Die Investitionen sollen einen Beitrag zur CO2-Minderung und/oder zur Verbesserung des Klimas in urbanen Räumen leisten“, wie in dem Projektaufruf des vom Bundesbauministerium mit der Umsetzung und Begleitung des Bundesprogramms „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ beauftragten Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zu lesen ist. Als weitere wesentliche Voraussetzung wird daneben die öffentliche Zugänglichkeit genannt. Projektvorschläge können von Städten und Gemeinden bis zum 15. März per E-Mail beim BBSR eingereicht werden, nähere Infos zum Verfahren sind außerdem auf der Website des BBSR zu finden.

BGL: „100 Millionen Euro zusätzlich ein wichtiges Signal“

„100 Millionen Euro zusätzlich für kommunale Grün-Projekte sind ein wichtiges Signal zum Jahresauftakt – nicht nur für unsere Branche, sondern auch für die Menschen in den Städten. Denn für sie hat die Bedeutung von städtischem Grün in den letzten Monaten stark zugenommen“, so BGL-Vizepräsident Jan Paul. Da die Auswahl der vom Bund mit 90 Prozent geförderten Projekte letztlich durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags erfolgt, sollte jeweils auch der örtliche Abgeordnete miteinbezogen werden, empfiehlt der GaLaBau-Bundesverband.

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