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Gewerblichkeit oder Betriebstrennung - Was sind die Konsequenzen?

In der TASPO 47/09 ging es in einem einführenden ersten Beitrag "Gewerblichkeit oder Betriebstrennung" um die neuesten Trends der Rechtsprechung zur Einstufung eines Gartenbaubetriebes als landwirtschaftlicher Betrieb oder Gewerbebetrieb und die zu erwartende Umsetzung durch die Finanzverwaltung. In dem angekündigten Erlass des Bundesfinanzministeriums (BMF), der voraussichtlich bis zum Jahresende veröffentlicht werden soll, wäre wünschenswert, dass Näheres über die Trennung bestimmter Absatzwege, die jeweils als "Hofladen" gewertet werden können, geäußert wird. Weiterhin hat der Bundesfinanzhof (BFH) in seinem neuesten "Hofladenurteil" eindeutig die Meinung vertreten, dass für den Wechsel von der Landwirtschaft zur Gewerblichkeit weiterhin ein nachhaltiger Zeitraum von drei Jahren überschritten sein müsste. Wenn auch die Verwaltung von diesem Entwicklungszeitraum für eine nachhaltige Tendenz ausgeht, steht allerdings zu befürchten, dass bei einer Prüfung im Jahr 2010 einfach auf die letzten drei Jahre zurückgegriffen wird unter Anwendung der neuen Gewerblichkeitsgrenzen von maximal ein Drittel des Gesamtumsatzes und maximal 51.500 Euro auf die verstrichenen Zeiträume. Dadurch würden die neuen Begrenzungen faktisch rückwirkend angewandt, ist Steuerberater Andreas Völlinger überzeugt. Seine Einschätzung lesen Sie in der TASPO 51/52.