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Valentinstag 2019: „Preise wurden nicht diskutiert“

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Die Mehrheit der Floristen zeigt sich mit dem diesjährigen Valentinstag sehr zufrieden, annähernd jeder zweite konnte sich zudem gegenüber dem Vorjahr über gestiegene Umsätze freuen. So lautet das Ergebnis einer nicht-repräsentativen Umfrage des Fachverbands Deutscher Floristen (FDF) unter seinen Mitgliedern.

Rosen erwiesen sich zum diesjährigen Valentinstag einmal mehr als Bestseller. Foto: Pixabay

Kunden zahlen mehrheitlich bis zu 35 Euro für Valentinsstrauß

„Die Kunden waren gut bei Laune und die Preise wurden nicht diskutiert“, gab etwa einer der Befragten laut FDF an. Wie 46 Prozent der Umfrage-Teilnehmer erklärten, ließen ihre Kunden in diesem Jahr zwischen 21 und 35 Euro für den Valentinsstrauß springen, bei etwas mehr als der Hälfte der befragten Floristen lagen die durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben bei bis zu 20 Euro. Lediglich zwei Prozent der Befragten verkauften dagegen mehrheitlich Blumenbuketts für je über 35 Euro.

Gefragt nach den Umsätzen zum diesjährigen Valentinstag erklärten 46 Prozent der FDF-Mitglieder, dass sie im Vergleich zum Vorjahr höhere Einnahmen hatten. Bei 37 Prozent der befragten Floristen bewegten sich die Umsätze dagegen auf dem Niveau von 2018. Unterm Strich waren damit 88 Prozent der Umfrage-Teilnehmer „sehr zufrieden“ mit dem aktuellen Valentinsgeschäft.

Rosen bleiben Bestseller zum Valentinstag

Als Bestseller zum „Tag der Liebenden“ erwiesen sich auch in diesem Jahr Rosen mit einem Anteil von 47 Prozent an den Gesamtverkäufen – und das, obgleich in den Medien termingerecht unter anderem vor mit Pestiziden belasteten Rosen aus Kenia gewarnt und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen auf Blumenfarmen in Übersee angeprangert wurden.

Auch dekorierte einzelne Rosen verkauften sich bei den Floristen mit einem Anteil von 24 Prozent der FDF-Umfrage zufolge in diesem Jahr gut, ebenso wie Frühlingssträuße, die demnach einen Anteil von 28 Prozent an den Gesamtverkäufen hatten. Topfpflanzen und Gestecke ließen die Kunden dagegen links liegen.

Faire Rosen und regionale Ware kaum explizit nachgefragt

„Einen Anteil von über 50 Prozent roter Rosen im Sortiment an Valentin gaben 40 Prozent der befragten Floristen an. 42 Prozent äußerten, dass ihr Angebot an roten Rosen zum Valentinstag bei nur etwas über 25 Prozent gelegen habe“, erklärt der FDF zur Sortimentszusammenstellung der Umfrage-Teilnehmer.

Ebenso gehörten Rosen aus fairem Handel sowie regionale Ware bei vielen Floristen ins Sortiment, „wurden allerdings kaum von den Kunden explizit angefragt“, wie der FDF verlauten lässt.

Viele Floristen setzen auf individuelle Werbemaßnahmen

Knapp 40 Prozent der befragten Floristen gaben zudem an, zum Valentinstag gezielt individuelle Werbemaßnahmen wie Annoncen in regionalen Zeitungen oder einen Mailaussand an die Kunden zu starten, um „die Aufmerksamkeit für blumige Geschenke am Valentinstag zu stärken“.

Abschließend fragte der FDF noch nach der aktuellen Stimmung in der Floristik-Branche. Diese bewerten gut 30 Prozent als positiv, etwas über 20 Prozent als eher negativ, während rund 45 Prozent der Umfrage zufolge „abwartend neutral“ sind.