VDG-Reise: Weihnachtsmarkt im Gartencenter

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„Nichts ohne Emotionen“ – könnte das Fazit der Winterreise 2017 des Verbandes Deutscher Gartencenter (VDG) lauten. Am 6. und 7. Dezember erhielten die Teilnehmer zahlreiche Inspirationen, Ideen und Vergleichsmöglichkeiten für ihren eigenen Weihnachtsmarkt im Betrieb – sowohl durch opulente Warenpräsentationen in den besuchten Gartencentern als auch durch inszenierte „Kojen“ in einem Bau-/Freizeitmarkt sowie in einem Möbelhaus.

Unter anderem stand der Besuch von gleich sechs Gartencentern zwischen Köln-Seeberg, Sprockhövel und Moers auf der Agenda der diesjährigen VDG-Winterreise des Verbandes. Unter der Reiseleitung der Verbands-Präsidentin Martina Mensing-Meckelburg und Geschäftsführer Peter Botz besichtigten die insgesamt 56 Teilnehmer am ersten Tag das Möbelhaus Segmüller, den Freizeitmarkt Knauber in Pulheim sowie die Gartencenter Seeberger Pflanzenhof, Köln-Seeberg, und Dinger's in Köln. Im Rahmenprogramm besuchten die Teilnehmer zudem den Innenstadt-Weihnachtsmarkt auf dem Kölner Heumarkt.

Dinger's Gartencenter: Weihnachtsbazar – zehn Prozent des Jahresumsatzes

Dinger's Gartencenter lädt seine Kunden zum 1.500 Quadratmeter großen Weihnachtsbazar ein, der stimmungsvoll und für die Besucher imposant zum Beispiel Kränze, Gestecke, Läufer, Kugeln, Kerzen, Lichterketten oder Krippen präsentiert. Das Gartencenter betreibt mit der Präsentation einen immensen Aufwand. Aber der scheint sich zu lohnen: Laut Christian Dinger macht der Weihnachtsmarkt zehn Prozent des Jahresumsatzes aus.

Das Gartencenter ergänzt seinen üppigen Weihnachtsmarkt mit Events für die ganze Familie. So ist es für Geschäftsführer Christian Dinger und Frau Catrin selbstverständlich, dass alljährlich am 6. Dezember der Nikolaus Kinder und Erwachsene im Gartencenter empfängt.

Frisch geschlagene Weihnachtsbäume aus dem Sauerland

Seinen Weihnachtsbaumverkauf bewirbt Dinger's insbesondere mit der Frische und Vielfalt der Bäume. Das Gartencenter wird mehrmals beliefert. Die Weihnachtsbäume kommen frisch geschlagen direkt aus dem Sauerland. Zehn verschiedene Nadelbaumsorten von der klassischen Nordmanntanne bis zu verschiedenen Kiefern- und Fichtenarten stehen zur Auswahl – vom kleinen Tischbaum bis zur Fünf-Meter-Tanne. Alle Bäume werden ausgepackt präsentiert und im überdachten Baumschulbereich aufgestellt. Sondergrößen besorgt das Gartencenter kurzfristig. Und wenn der Kunde es wünscht, passen die Mitarbeiter den Baum so an, dass er zu Hause in den Weihnachtsbaumständer passt. Wer sich mit dem Transport des Baumes nicht abmühen will, für den liefert ihn Dinger´s in Köln und Umgebung auch – je nach Einkaufswert kostenlos.

Seeberger Pflanzenhof „grün erleben“ mit wenig Deko und vielen Pflanzen

Der Seeberger Pflanzenhof „grün erleben“ mit Baumschule legt seinen Schwerpunkt nach wie vor auf Pflanzen – schließlich liegt die Wiege des 1998 eröffneten Gartencenters in einer Produktionsgärtnerei. Dementsprechend bietet das Unternehmen wenig Deko, sondern hauptsächlich Pflanzen an. Einer der Schwerpunkte zur Adventszeit war das Angebot und der Verkauf von zahlreichen Adventskränzen, die zur VDG-Winterreise bereits alle verkauft waren. Mit dem Weihnachtsmarkt macht das Unternehmen laut Geschäftsführerin Birgit Breuer ein leichtes Plus.

Für den Weihnachtsbaumverkauf hat sie sich unter anderem für ein besonderes Angebot entschieden: Das Gartencenter verkauft auf der günstigen Schiene – alle Normanntannen, frisch geschlagen aus dem Sauerland, zwischen 1,50 und 2,50 Meter Größe zum Einheitspreis von 19,99 Euro.

Knauber: Shuttle-Service und Events zur Advents- und Weihnachtszeit

Mit vielen Aktionen und Events in der Advents- und Weihnachtszeit und dem Verkauf von Weihnachtsbäumen stimmt Knauber seine Kunden auf die Festtage ein. Dazu gehören zum Beispiel an allen Adventssamstagen für Kinder die „Weihnachtswerkstatt“ mit Bastelaktionen. Oder der „Wünschebaum“, der mit vielen Wunschzetteln geschmückt ist, auf denen Kinder und Jugendliche aus ortsansässigen sozialen Einrichtungen (in Pulheim: Malteser Tafel) einen Weihnachtswunsch notiert haben. Zur Nikolaus-Aktion hatte Knauber über 500 Kinder eingeladen. Ein Workshop-Programm wie am Standort Bonn läuft in Pulheim allerdings nicht.

Der Freizeitmarkt Knauber in Pulheim war in der Vergangenheit vor allem durch den „Innovation Store“ bekannt geworden, der bis Ende 2016 in Zusammenarbeit mit dem Institut für Handelsforschung (IFH), Köln, „Testlabor“ für den Handel der Zukunft war. Der Markt hat eine Betriebsgröße von 22.000 Quadratmetern und eine Verkaufsfläche (gesamt) von 12.000 Quadratmetern, die komplett überdacht ist.

„Schöne Zeit bei Knauber“ – Gläser, Porzellan und Pflanzen

Zur Adventszeit liefert der Markt, wie alle anderen Knauber-Filialen, unter dem Motto „Schöne Zeit bei Knauber“ zahlreiche Inspirationen, aktuelle Saisonartikel, Papeterie, Gläser und Porzellan für eine schöne Weihnachtsdekoration und den festlich gedeckten Tisch sowie Pflanzen für den In- und Outdoorbereich. Und natürlich einen Weihnachtsbaum-Verkauf.

Der Standort in Pulheim ist mit dem Auto gut erreichbar und bietet bequeme Parkmöglichkeiten. Für Pulheimer, die nicht (mehr) so mobil sind oder kein Auto haben, hat Knauber an festgelegten Tagen einen Shuttle-Service eingerichtet. Für Kunden, die den Service nutzen möchten, genügt ein Anruf bis zum Vorabend. Sie werden dann für fünf Euro von zuhause abgeholt und mit ihren Einkäufen wieder nach Hause zurückgefahren. Ab zehn Euro Einkaufswert übernimmt Knauber die Taxi-Rechnung sogar komplett. Mit diesem Service möchte Knauber besonders älteren Kunden die Möglichkeit geben, bequem und stressfrei einzukaufen, ohne sich Sorgen über den langen Weg oder den Transport von schweren Einkäufen machen zu müssen.

Segmüller: Einrichtungshaus oder weihnachtlicher Freizeitpark?

Schon auf dem Außengelände empfängt das Segmüller Einrichtungshaus seine Kunden mit einem großen aufblasbaren Weihnachtsmann und bringt sie mit Echteisbahn, Karussell, gemütlicher „Alm“, Süßwarenstand und Kindereisenbahn in der „Außenarena“ in die passende Stimmung zur Vorweihnachtszeit. Die Eisbahn wird als Freizeitvergnügen, insbesondere an den Wochenenden und in den Weihnachtsferien, gut angenommen. Schließlich müssen Besucher für die Nutzung der 600 Quadratmeter großen Eisfläche vom 25. November bis 8. Januar nichts bezahlen. Und auch das Ausleihen von passenden Schlittschuhen ist kostenfrei. Das Möbelhaus stellt großen und kleinen Kunden dafür insgesamt 200 Paar Schlittschuhe in den Größen von 28 bis 47 zur Verfügung sowie Laufhilfen für Anfänger.

Das traditionsreiche Familienunternehmen bietet den Kunden direkt hinter der Dreh-Eingangstür in seinem Weihnachtsmarkt eine große Auswahl unter anderem an hochwertigem Weihnachts- und Christbaumschmuck, Kerzen, Porzellan-, Keramik-, Holz- und Papierfiguren, Lichterketten, Backutensilien, Geschenkdosen oder Weihnachtsservices. Das Weihnachtsmarkt-Sortiment sei nicht beschränkt, lediglich im Außenbereich dürften keine Weihnachtsprodukte verkauft werden. Allerdings sei das Möbelhaus von der Verkaufsfläche her begrenzt, das heißt, wenn sich die Fläche für den Weihnachtsmarkt vergrößern soll, müssen andere Sortimente weichen. Pflanzen dürften ebenfalls verkauft werden, aber auch dafür muss das Möbelhaus dann auf andere Waren aufgrund der Flächenbegrenzung verzichten. Ein Grund, warum kein lebendes Grün angeboten würde.

15 bis 20 Mitarbeiter alleine für die Deko-Abteilung

Die Kunden erhalten jedoch eine Vielzahl an Deko-Ideen – etwa 15 bis 20 Mitarbeiter arbeiten allein in der Deko-Abteilung und dekorieren aufwendig die unterschiedlichen Kojen. Auch künstliche Pflanzen finden dort ihren Platz, teils zu üppigen Blumenarrangements zusammengestellt. Und nahezu alles in den Wohnbeispielen – bis auf die Ladenbau-Elemente – steht zum Verkauf. „Wir wollen nicht nur Möbel verkaufen“, erklärt der Pullheimer Geschäftsleiter Jürgen Hallbauer. Segmüller zeichne sich insbesondere durch seine Liebe zum Detail aus. Das macht sich nicht nur bei der Präsentation der Möbel, sondern auch im Restaurant oder im „Pumuckl Kinderland“ bemerkbar, einem 2000 m² großen Indoor-Spielplatz, der sich über zwei Etagen erstreckt und in dem die kleinen Kunden von geschultem Fachpersonal betreut werden.

Dementsprechend macht das Möbelhaus laut Hallbauer höhere Quadratmeter-Umsätze als der Wettbewerb.
Um sich zu stärken, können die Kunden zwischen vier Lokalitäten auswählen – Espresso-Bar, Bistro, bayerischer Biergarten und Restaurant mit 400 Sitzplätzen. „Wir haben uns für eine Systemgastronomie auf höherem Niveau entschieden“, sagt Hallbauer. Dazu gehöre beispielsweise auch, dass dort die Gäste vom Servicepersonal in Dirndl und Tracht bedient, viele Speisen und die angebotenen Kuchen im Café täglich frisch selbstgemacht würden.

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