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Verbände wollen integrierten Pflanzenschutz weiterentwickeln

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Eine Allianz aus insgesamt 14 Verbänden, darunter auch ZVG, IVA und DBV, haben in einem Dialog die gemeinsame Weiterentwicklung des integrierten Pflanzenschutzes beschlossen. Im Zuge dessen veröffentlichte die Verbände-Allianz ein Papier, in dem sie sich dazu verpflichtet, sich aktiv an der weiteren Entwicklung zu beteiligen.

Vor dem Hintergrund des drohenden Wegfalls herkömmlicher Pflanzenschutzmethoden haben 14 Verbände eine Allianz gebildet. Foto: Industrieverband Agrar e. V. (IVA)

Communiqué das Ergebnis eines Verbändedialogs

In ihrem vorgelegten Communiqué, welches hier im Wortlaut heruntergeladen werden kann, betonen die 14 Verbände, sich aktiv dafür einzusetzen, den biodiversitätsfördernden, regenerativen integrierten Pflanzenschutz praxistauglich zu machen. Das Papier sei das Ergebnis eines Verbändedialogs, der Ende des vergangenen Jahres stattgefunden habe. Im Rahmen dessen stand die Frage im Mittelpunkt, welches Potenzial alternative Methoden haben, künftig im Pflanzenschutz jene Lücken zu schließen, die sich durch den Wegfall chemischer Wirkstoffe ergeben. In diesem Zuge betone man die Chancen, die durch sich abzeichnende neue Möglichkeiten verbunden seien. Gleichzeitig warne man aber auch vor möglichen Limitierungen.

Bewährte Anbausysteme machen Verzicht schon heute möglich

Aus dem Communiqué geht hervor, dass die Verbände-Allianz vor einer zu frühen Einführung von Alternativen zum klassischen Pflanzenschutz warnt. Diese benötigen demnach eine gewisse Zeit, bis sie praxistauglich erwiesen seien und eine gewisse Marktreife erreicht haben. Im gleichen Zug wird darauf verwiesen, dass die Weiterentwicklung bewährter Anbausysteme es zudem schon heute ermöglichen, den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel erheblich zu reduzieren. Punktuell sei sogar ein kompletter Verzicht auf chemische Mittel möglich, heißt es. Des Weiteren sei es zwingend nötig, Rahmenbedingungen für die Zukunft zu schaffen, ohne die heutige Produktion im Feld zu gefährden und damit vor allem eine Versorgung mit Lebensmitteln zu garantieren. Trotz dieser bestehenden Möglichkeiten, dürfe aber keinesfalls zu einer vorauseilenden Reduktion bewährter Betriebsmittel ohne ausreichende Folgenabschätzung führen.

Techniken angemessenen Übergangszeitraum einräumen“

„Damit keine inakzeptablen Wohlstandsverluste entstehen, muss den abzulösenden Techniken ein angemessener Übergangszeitraum eingeräumt werden, bis sie durch Innovationen ersetzt werden können. Ein „Kahlschlag“ bewährter Techniken ist kontraproduktiv. Vielmehr bedarf es einer fundierten wissenschaftlichen Folgenabschätzung, die auch die Aspekte Lebensmittelsicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Auswirkungen auf internationale Märkte sowie Qualität und Qualitätssicherung umfasst“, erklären die Verbände in ihrem vorgelegten Papier.

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