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Verband der Wanderarbeiter entstand auf IG BAU-Initiative

Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat einen Europäischen Verband der Wanderarbeiter – Kürzel: EMWU – initiiert. Er soll die speziellen Interessen von Entsende-Arbeitnehmern sowie von landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Saisonarbeitskräften vertreten. Die IG BAU stellte den neuen Verband anlässlich ihres außerordentlichen Gewerkschaftstags am 4. September in Mannheim vor. Der EMWU (Internet: www.migrant-workers.union.org) organisiert Arbeiter, welche nur für begrenzte Zeit in Deutschland oder anderen EU-Ländern arbeiten. Es geht um Wanderarbeitnehmer aus allen Branchen, vornehmlich aber aus den Bereichen Bau und Landwirtschaft. Der Europäische Verband der Wanderarbeiter hat seinen Sitz in Frankfurt/Main (Heddernheimer Landstraße 151). Gründungs-Generalsekretär ist Matthias Kirchner, ehemaliger IG BAU-Geschäftsführer. In der Gründungsphase will sich diese Gewerkschaft auf polnische Arbeits-Migranten in Deutschland konzentrieren. Nach und nach werden Büros in anderen Ländern – zunächst in Polen – eingerichtet.

Die IG BAU hatte ihren außerordentlichen Gewerkschaftstag in Mannheim einberufen, um einige Satzungsfragen zu klären. Im Vordergrund stand hierbei die Verkleinerung des Bundesvorstands von elf auf neun Mitglieder. Dies spart Kosten, was angesichts des Mitgliederrückgangs als unabdingbar gesehen wird.