Veredlungsunterlagen aus Schleswig-Holstein

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Die Baumschule produziert unter anderem Apfelunterlagen. Foto: Baumschule Stahl

Seit 1911 produziert die Baumschule Stahl generative und vegetative Unterlagen für Obst, Rosen und Gehölze. Im Obstunterlagen-Sortiment hebt die Baumschule, die sich auch auf der diesjährigen IPM präsentiert (Halle 11, Stand E13), ihr Angebot an Pflanzen der Scharka-hypersensiblen Pflaumenunterlage „Docera 6“ besonders hervor.

Bei dieser Unterlage sterben die durch Scharka infizierten Zellen ab, sodass eine Ausbreitung innerhalb der Pflanze und der Obstplantage vermieden wird.

Neue Veredlungsunterlagen in der „Gisela-Familie“

Außerdem wurde die „Gisela-Familie“ um aussichtsreiche Klone erweitert. „Gisela 12“, „Gisela 13“ und „Gisela 17“ stehen als Veredlungsunterlage zur Verfügung. Diese Unterlagen sind hinsichtlich der Wuchsstärke wie „Gisela 6“ und etwas stärker. „Wavit“ als Pflaumen- und Aprikosenunterlage ist weiterhin bei Profis in der Obstplantage und im Obstgarten des Privatgärtners stark im Trend.

Eine Spezialität der Baumschule ist den Angaben zufolge die Produktion von verschiedenen Stammunterlagen für Kern- und Steinobst. Diese können von der gewünschten Höhe ab veredelt werden und direkt zur Weiterproduktion zum Beispiel im Container genutzt werden. Ein besonderer Service der Baumschule ist die kundenorientierte Sortierung der Unterlagen, sofern diese von der Norm abweicht.

Johannis- und Stachelbeeren für den Erwerbsobstbau

Mit steigender Tendenz werden in der Baumschule Stahl Johannisbeeren und Stachelbeeren für den Erwerbsobstbau vermehrt. Hier werden mehrtriebige Pflanzen angeboten, sowie extralange eintriebige Ruten von 60, 80 und 100 Zentimetern Länge. Diese eintriebigen Pflanzen werden verstärkt im Obstbereich gepflanzt, um die Produktivität in den Anlagen zu erhöhen.

Für die frühreifende Stachelbeersorte ‘Xenia’ hat die Baumschule eine Vermehrungslizenz. In einem eigenen Sortengarten in der Baumschule werden neue Sorten beurteilt und alte Sorten erhalten. Eine neue, rote Johannisbeer-Sorte ist ‘Haronia’. Die großen platzfesten Früchte sind Stahl zufolge sehr gut lagerfähig. Diese Sorte wird exklusiv für den Erwerbsobstbau angeboten.

Beeren- und Wildobst auch im 9cm-Jungpflanzentopf

Beerenobst und Wildobst wird auch im 9 cm-Jungpflanzentopf angeboten. Dieses Angebot richte sich hauptsächlich an Containerbaumschulen, die die Jungpflanzen zur Weiterkultur verwenden. Gängige Johannis- und Stachelbeeren sowie Holunder, Sanddorn und Aronien werden angeboten, aber auch extra starke Johannisbeeren, wurzelnackt mit einem Trieb von 80 bis 100 Zentimetern Länge als Ausgangsware für Säulen- und Stammobst.

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