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Vereinfachter Antrag: künftig schneller zur Agrardieselerstattung

Für die Steuererstattung beim Agrardiesel wird das Antragsverfahren künftig schneller und einfacher. Am Dienstag stellten der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Hartmut Koschyk MdB, und der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, den wesentlich vereinfachten Antrag vor. Die Steuererstattung wird bislang im Rahmen eines umfangreichen Antragsverfahrens gewährt.

Hartmut Koschyk, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, und Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, stellten am 19. Juni den vereinfachten Antrag für die Agrardieselerstattung vor. Foto: Jörg Rüger/BMF

Die wesentlichen Vorteile des neuen Antrages:

  • deutliche Reduzierung des Umfangs (2 statt bisher 7 Seiten),
  • der Antrag ist für die Mehrzahl der jährlich rund 200.000 Antragsteller nutzbar,
  • wesentliche Arbeitserleichterung für Antragsteller und Zollverwaltung,
  • beschleunigte Antragsbearbeitung und damit schnellere Auszahlung der Erstattungen.

„Der neu konzipierte Antrag ist ein weiterer entscheidender Schritt beim Bürokratieabbau. Es ist im engen Dialog mit dem Deutschen Bauernverband gelungen, den Aufwand für die Landwirtschaft bei der Beantragung der Agrardieselerstattung deutlich zu reduzieren. Das entlastet unsere Land- und Forstwirte und sorgt dafür, dass die Beantragung künftig einfacher und schneller erfolgen und die Zollverwaltung die Erstattung schneller auszahlen kann“, so Finanzstaatssekretär Koschyk über den neuen „Kurzantrag“.

„Es ist gut, dass die Forderung des Bauernverbandes nach Vereinfachung des Antragsverfahrens aufgegriffen wurde. Eine schnelle Antragsbearbeitung und die zügige Auszahlung der Erstattungen liegen sehr im Interesse der Betriebe der Land- und Forstwirtschaft“, ergänzte DBV-Präsident Sonnleitner.

Das neue Antragsformular wird ab kommendem Jahr erstmals für die Agrardieselerstattung 2012 eingesetzt und steht auf der Homepage des Zolls rechtzeitig zum Download zur Verfügung.

Betriebe der Land- und Forstwirtschaft können von 47 Cent Energiesteuer je Liter Diesel rund 21,5 Cent pro Liter für Kraftstoff zurück erhalten, der in landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Arbeitsmaschinen verwendet wird (sogenannter Agrardiesel).

Der Einsatz von reinem Biodiesel beziehungsweise Pflanzenöl ist in der Landwirtschaft gänzlich von der Energiesteuer befreit. Diese Begünstigung ist europarechtlich zulässig und ist ein Baustein zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Land- und Forstwirtschaft zu den Nachbarstaaten. (ts/bmf)